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Wie werde ich Richter? - Nur mit guten Noten beim Zweiten Staatsexamen!

In Deutschland sind Berufsbezeichnungen klar geregelt. So darf sich derjenige als Jurist bezeichnen, der ein Jura-Studium abschließt. Der Abschluss wird als Erste Staatsprüfung bezeichnet. Doch für das Tragen der Richterrobe ist das noch nicht ausreichend.

Richter- Beruf mit hohem gesellschaftlichen Stellungswert

Der Richterberuf wird zu den fünf angesehensten Berufen in Deutschland gezählt. Geschätzt wird an einem Richter, dass er als Unparteiischer anderen Menschen zu ihrem Recht verhilft. Für Berufsrichter ist der Arbeitsplatz das Gericht. Sie erhalten im Allgemeinen eine Ernennung auf Lebenszeit.

Um eine gegen ihren Willen gerichtete vorzeitige Entlassung zu vermeiden, müssen Richter nicht nur einen Eid auf die Bundesrepublik Deutschland schwören, sondern sich selbst jeder Zeit gesetzeskonform innerhalb und außerhalb des Gerichts verhalten.

Berufsrichter am Amtsgericht bis zum Bundesgerichtshof

Berufsrichter können zwischen mehreren Optionen der Ordentlichen Gerichtsbarkeit wählen. Eine Berufsausübung ist unter anderem an Amtsgerichten, speziellen Fachgerichten oder am Bundesgerichtshof möglich. Dabei bereiten sie als Einzelrichter, Kammer- oder Senatsmitglied Verhandlungen vor.

Verhandlungen werden von ihnen geleitet oder sie nehmen in der Rolle eines Beisitzers teil. Beendet wird ihre eigentliche Arbeit entweder mit der Vergleichsfeststellung oder dem Fällen eines Urteils.

Wie werde ich Richter? - Lernen für den Richterberuf

Ein normales Jura-Studium dauert gewöhnlich fünf Jahre. Studenten besuchen Vorlesungen zu unterschiedlichsten Rechtsgebieten und absolvieren Praktika. Den Abschluss des Studiums bildet das erste Staatsexamen. Nach dem Studium geht die Ausbildung der angehenden Volljuristen weiter. Der ausgebildete Jurist arbeitet zwei Jahre als Referendar.

Die Tätigkeit kann in der Verwaltung oder in einer Anwaltskanzlei sein. Die besten Erfahrungen werden bei der Arbeit an Gerichten oder einer Staatsanwaltschaft gesammelt. Einige Teile dieser Ausbildung können an deutschen Botschaften oder Handelskammern im Ausland absolviert werden. Den Abschluss bildet das Zweite Staatsexamen.

Richter auf Probe schließen Personallücken

Um für den Richterberuf in Frage zu kommen, bedarf es hier besonders guter Noten. Wer danach als Rechtsanwalt zugelassen werden möchte, dem reicht der normale Abschluss aus. Eine erste Anstellung als Richter erfolgt auf Probe. Nach drei Jahren kann die Berufung als Richter auf Lebenszeit erfolgen. Bis dahin sind junge Richter dort aktiv, wo sie die zuständige Landesbehörde hinschickt.

Frauen und Männer - auch beim Verdienst auf gleicher Augenhöhe im Richterberuf

Im Richteramt sind Frauen und Männer gleichberechtigt vertreten. So erhalten auch beide Geschlechtervertreter ein Einstiegsgehalt von rund 3.000 Euro. Mit dem 50. Lebensjahr werden etwa 5.000 Euro erreicht. Weitere Zulagen erhöhen jeweilige Gehälter. Wer sich nach anwaltlicher Tätigkeit für die Einstellung als Richter bewerben möchte, kann dies bis zur geltenden Altersgrenze von 35 Jahren tun.

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