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Wie werde ich Synchronsprecher? Einige Bewerbungstipps

Im Gegensatz zu skandinavischen Ländern, wie Norwegen oder Schweden ist es in Deutschland übliche Gewohnheit nicht nur japanische sondern auch englische Filme und Serien zu synchronisieren. Bei den zahlreichen Kinofilmen, DVD - Veröffentlichungen und Fernsehserien, die jedes Jahr auf den Markt kommen, gibt es in der deutschen Synchronbranche dementsprechend viel zu tun. Im Gegensatz zu Polen oder Russland, wo teilweise ein einziger Sprecher über alle Rollen spricht, wird hierzulande viel Zeit für Lippen-synchrone Übersetzungen ins Deutsche verwandt. Dementsprechend haben sich die Fähigkeiten und Fertigkeiten für diese Arbeit zu einem ganz eigenen Berufsbild entwickelt, bei dem überdurchschnittlich hohe Stundenlöhne verdient werden können. Es stellt sich also die Frage. Wie werde ich eigentlich Synchronsprecher?

Zu allererst sollten Sie dort wohnen, wo die meiste Arbeit in diesem Bereich lokalisiert ist. Das ist eindeutig, die deutsche Hauptstadt Berlin mit über 20 Synchronfirmen. Jedoch nicht jeder kann Synchronsprecher werden, der einfach eine schöne Stimme hat und seinen Kindern gerne Geschichten vorliest oder besonders gut Hochdeutsch spricht. Wie bereits eingangs erwähnt, stellt der Beruf des Synchronsprechers Anforderungen, die am besten durch eine Ausbildung als Schauspieler abgedeckt werden. Das ist auch der Grund, warum fast alle Firmen ein abgeschlossenes Schauspielstudium als wichtigstes Kriterium für eine Bewerbung als Sprecher voraussetzen.

Wenn Sie bereits eine entsprechende Ausbildung absolviert haben, dann können Sie sich direkt bei den Aufnahmeleitern der entsprechenden Firmen mit einem Lebenslauf und Hörproben bewerben. Diese Hörproben sollten Ihre Stimme möglichst authentisch wiedergeben, das heißt so, wie Sie wirklich sprechen. Brennen Sie diese auf CD und schicken Sie diese zunächst an die größten Berliner Firmen. Hierzu zählen: Arena Synchron, SDI (ehemals: Blackbird), Berliner Synchron Wenzel Lüdecke, Deutsche Synchron sowie Cinephon.

Erhalten Sie keine Antwort auf Ihre schriftliche Bewerbung, ist es in der Branche durchaus üblich, sich persönlich bei den Aufnahmeleitern vorzustellen. Seien Sie authentisch, freundlich und heben Sie sich bei diesem Gespräch von der Masse ab, denn Ihren Berufswunsch haben viele andere Kollegen auch.

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