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Wie hoch muss die Abfindung bei Kündigung sein?

Wenn ein Arbeitgeber einem seiner Angestellten die Kündigung ausspricht, kann es für diesen noch eine Abfindung geben. Das soll dann so eine Art Wiedergutmachung sein, für die Tatsache, dass der Arbeitnehmer plötzlich ohne Job da steht, obwohl er eigentlich noch einen bestehenden Vertrag hat. Doch wie hoch muss diese Abfindung bei Kündigung eigentlich sein?

Abfindung ist reine Verhandlungssache

Wer sich für Fußball interessiert, der bekommt häufiger Entlassungen von Trainern mit. Dabei wird auch häufig von einer Abfindung gesprochen, die dieser noch bekommt. Es handelt sich meist um hohe sechs- oder manchmal sogar siebenstellige Beträge. Es kommt darauf an, was im Vorfeld vertraglich festgesetzt wurde. Wer sich als geschickt im Verhandeln erweist, der handelt eine hohe Abfindung bei Kündigung aus.

In der Arbeitswelt ist dies ein ganz normaler Vorgang. Man muss nicht auf der großen Fußballbühne stehen, um eine Abfindung zu bekommen. Auch Otto Normalverbraucher kann sich so etwas in den Vertrag schreiben lassen. Ein Muss ist das allerdings nicht. Es kommt auf den Arbeitgeber an, ob dieser dem Verhandeln über eine Abfindung zustimmt. Und es kommt natürlich auch auf die eigene Verhandlungsposition an. Ist diese gut, sollte man das Thema Abfindung durchaus ansprechen.

Wie hoch so eine Abfindung zu sein hat, dafür gibt es keien gesetzlich festgesetzten Grenzen. Allerdings gibt es die sogenannte "Regelabfindung", die aber nicht mehr als ein Vorschlag ist. Diese sagt, dass eine Abfindung ein halbes Monatsbruttogehalt pro Dienstjahr. Wer allerdings mehr herausschlagen möchte, der kann das seinem Arbeitgeber ruhig sagen. Es kann aber auch umgekehrt laufen. Die Grenze kann auch unterschritten werden, sofern dies so verhandelt wurde.

Auf Regelabfindung bestehen

Ist eine Kündigung umwirksam, kann der Gefeuerte auf diese Regelabfindung bestehen oder er beharrt auf Weiterbeschäftigung. Meistens lässt sich der Arbeitgeber aber darauf, die Abfindung zu zahlen, sonst müsste er die Kündigung zurücknehmen. Andererseits kann es aber auch sein, dass die vorzeitige Beendigung des Arbeitverhältnisses rechtlich korrekt ist, dann kann der Arbeitgeber die fällige Abfindung bei Kündigung nach unten drücken.

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