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Abgezockt: Bei diesen Nebenjobs zahlt man drauf!

Ein lukrativer Nebenjob in Heimarbeit, eine Karriere als Model oder Testfahrer für Luxusautos - wer im Internet oder in Zeitungen nach Nebenjobs sucht, stößt schnell auf vermeintliche Traumangebote. Doch Achtung: Immer häufiger stammen die Jobanzeigen von unseriösen Anbietern, die über dubiose Kleinanzeigen versuchen, ihre Betrugsmaschen umzusetzen.

Kein Zweifel, der Markt dafür ist da: Viele Arbeitnehmer kommen mit dem Lohn aus ihrem Vollzeitjob nicht mehr aus und suchen nach zusätzlichen oder neuen Verdienstmöglichkeiten. Doch Verbraucherschützerwarnen: Es gibt kaum seriöse Anbieter für Nebenverdienste. Momentan gebe es allgemein nur wenig Jobs – und erst recht keine, bei denen man mit unqualifizierter Arbeit viel Geld verdienen könne. Generell sollten die Alarmglocken bei allen Jobangeboten schrillen, die hohe Verdienste in Aussicht stellen. Mehr als 1.000 Euro mit ein paar Stunden Arbeit pro Woche verdienen – das ist völlig utopisch.

Ein bekanntes Beispiel für angeblich lukrative Heimarbeit ist die berüchtigte Kugelschreibermontage: Angeblich kann man mit dem Zusammenbauen der Stifte ein kleines Vermögen machen. Dabei kann man im Supermarkt bereits 100 fertig montierte Kugelschreiber für ein paar Euro kaufen. Ähnliche Luftnummern sind Wundertüten füllen, Schlüsselanhänger endmontieren und Perlenketten herstellen. All diese Angebote können Sie getrost vergessen, da solche Produkte üblicherweise maschinell gefertigt werden. Doch was steckt hinter solchen Offerten? Ganz einfach: Interessenten sollen zum Kauf von "Arbeitsmustern" oder dem Anruf auf teuren Hotlines animiert, d.h. abgezockt, werden.

Werbung auf dem Auto: Eine Werbefolie auf das eigene Auto kleben - und schon ist das Einkommen gesichert. Zwar gibt es durchaus seriöse Angebote, aber in der Regel dominieren Lockangebote: Unseriöse Anbieter erkennen Sie daran, dass Sie in Vorleistung treten oder irgendetwas kaufen müssen. Als Gegenleistung soll man sich z.B. für ein zweijähriges Zeitschriftenabo verpflichten. In Wirklichkeit sind hier keine Werbeagenturen, sondern Drückerkolonnen am Werk, die mit Pkw-Werbung überhaupt nichts zu tun haben.

Testfahrer für Luxus-Automobile: Mit einem schicken Flitzer durch die Stadt fahren und dafür bezahlt werden – traumhaft! Doch Vorsicht: In Wirklichkeit sind die Testfahrer der Automobilkonzerne ausnahmslos Vollprofis. Bei einer solchem Jobinserat zahlen Sie nur drauf, etwa durch eine "Vorab-Sicherheitsleistung" von bis zu 1.000 Euro.

Model-Agenturen: Immer wieder fallen hoffnungsvolle junge Mädchen auf die Nummer rein: Sie sollen Geld für ein Fotoshooting und eine Set-Card ausgeben, damit ihre glanzvolle Karriere auf dem Catwalk starten kann. Das ist Quatsch! Seriöse Agenturen weisen immer wieder darauf hin, dass sie für die Aufnahme in eine Kartei niemals Geld verlangen würden. Auch für ein Test-Shooting wird nie Vorkasse gemacht. Allenfalls werden professionelle Aufnahmen mit dem ersten Model-Job verrechnet.

Quelle: bild.de
Bild: spentrails (Flickr)

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