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Absolventengehälter im Vergleich: Mit Bachelor-Abschlüssen und Frauenfächern wird man nicht reich

BWL-Studenten fahren später teure Sportwagen, Geisteswissenschaftler Taxi. So zumindest lautet das gängige Klischee, wenn es um die Verdienstmöglichkeiten von Hochschulabsolventen geht.

Doch ganz so einfach ist es nicht. Zwar stimmt es, dass die Wahl des Studienfaches bereits über das spätere Einkommen entscheidet, aber wie viel ein Abschluss auf dem Arbeitsmarkt wert ist, hängt nicht nur vom Fach ab. Gehaltsgefälle gibt es auch zwischen Uni- und FH-Abgängern sowie zwischen Bachelor- und Masterabsolventen.

Mit Blick auf das Einstiegsgehalt bestätigt sich das Vorurteil, dass der Bachelor nur ein Abschluss zweiter Klasse ist. Uni-Abgänger mit BA verdienen beim Berufsstart im Schnitt etwa 15 bis 20 Prozent weniger als Akademiker mit Master-Diplom. Zu diesem Ergebnis kommt jedenfalls ein Team der Uni Kassel, das in einer Studie die Angaben von rund 35.000 Absolventen des Prüfungsjahrgangs 2007 ausgewertet hat. Doch zum Glück sind die monetären Nachteile oft nicht von Dauer: Nach drei bis fünf Berufsjahren nähern sich die Gehälter zumindest bei Ingenieuren wieder an.

Reich wird man auch nicht mit Fächern, die traditionell einen hohen Frauenanteil haben. Das hat jedenfalls eine Studie des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung ergeben. Demnach verdienen Absolventen aus Fächern wie Sozial- oder Erziehungswissenschaften mehr als ein Viertel weniger als Abgänger in klassischen 'Männerfächern' wie Ingenieurswissenschaften.

Quelle: rp-online.de
Bild: Malcolm Jackson (Flickr)

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