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Affäre im Büro - mögliche Folgen beim Verlieben am Arbeitsplatz

Wer sich schon einmal am Arbeitsplatz verliebt oder eine Affäre im Büro begonnen hat, befindet sich in bester Gesellschaft. Der Arbeitsplatz gehört Erkenntnissen von Marktforschern zu Folge immerhin zu den erfolgreichsten Partnerbörsen und ist gleichfalls ein Ort für unzählige handfeste Affären. Umfragen haben ergeben, dass etwa jeder zehnte deutsche Angestellte eine Affäre am Arbeitsplatz hatte.

Die Risiken

Eine handfeste Affäre im Büro birgt für Angestellte und Chef einige Risiken. Die Liebe im Büro kann arbeitsrechtlich durchaus problematisch werden. Auch sind die Folgen einer beendeten Affäre nicht kalkulierbar. Affären im Büro werden für die Beteiligten spätestens dann zum Problem, wenn damit die Vernachlässigung der Arbeit verbunden ist.

Wenn die Arbeitszeit zum Schmusen und anderen Liebesdingen genutzt wird, verletzen Angestellte ihre arbeitsvertraglichen Pflichten. Einem aufmerksamen Chef wird das Techtelmechtel nicht verborgen bleiben und ihn zu einer entsprechenden Reaktion veranlassen. Sind Arbeitnehmer nicht bei der Sache und erbringen die Arbeitsleistung lediglich mangelhaft, dann wird der Chef zumindest sauer und auf die Unterlassung von Schmusen und dergleichen bestehen.

Leidet das Betriebsklima durch offensichtliche Liebesbezeugungen im Büro kann das zu arbeitsrechtlichen Konsequenzen führen. Das gilt in gleicher Weise, wenn die Affäre beispielsweise im Betrieb mit Publikumsverkehr eine negative Wirkung nach außen hat. Wer seine Arbeitsleistung sichtlich vernachlässigt, muss mit einer Abmahnung rechnen.

Für Frauen und Männer gelten bei Affären im Büro unterschiedliche Spielregeln. Männer können in der Regel mit mehr Toleranz rechnen. Haben Frauen eine Affäre, hängt ihnen oftmals zu Unrecht der Vorwurf an, dass diese karrierefördernd gewesen sein soll. Wird aus der Affäre tatsächlich etwas Ernstes, sollte man den Chef einweihen und ihm klar machen, dass man auch in Zukunft Privates und Berufliches trennen wird.

Klauseln im Arbeitsvertrag dürfen nicht Beziehungen unter Kollegen beinhalten

Unzulässig sind Klauseln im Arbeitsvertrag, die das Eingehen von Beziehungen unter Kollegen untersagen. Sollte es solche Klauseln in einem Vertrag geben, würden diese das Allgemeine Persönlichkeitsrecht in jedem Fall verletzen.

Ein Chef muss auf die Urlaubswünsche seiner Angestellten im Wesentlichen eingehen, selbst wenn er von einer Affäre im Büro erfährt und diese nicht billigt. Doch verlassen sollten sich die Verliebten nicht. Dringende betriebliche Belange können einen gemeinsamen Urlaub ebenso verhindern wie soziale Belange anderer Arbeitnehmer.

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