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ALDI, LIDL und Co: Woher kommen eigentlich die Namen der Unternehmen?

In Deutschland und inzwischen auch in vielen Teilen Europas machen sich Supermarktketten wie ALDI, LIDL oder andere Unternehmen gegenseitig Konkurrenz. Doch jeder Laden hat mal klein angefangen. Am Anfang stand die Idee und der passende Name. Wir erklären, woher die Supermärkte ihre Namen bekommen haben.

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Der Supermarkt

Doch bevor wir das klären, sollten wir erst einmal verdeutlichen, was eigentlich genau das Wort "Supermarkt" bedeutet. Denn damit ist mitnichten ein Markt, der super ist, gemeint. Das Wort stammt aus dem Lateinischen. Die Übersetzung würe so viel wie "Überhandel" bedeuten. Denn es wird mit ziemlich viel gehandelt, beziehungsweise ist das Angebot in Supermärkten sehr groß und beschränkt sich nicht nur auf Lebensmittel.

ALDI

Die Geschichte begann vor vielen Jahrzehnten mit einem Krämerladen von Anna Albrecht, die Mutter der Aldi-Gründer Karl und Theo. 1946 haben die beiden das Geschäft und machten daraus ein Riesenunternehmen. Der Name Aldi ist eine Zusammensetzung aus den Anfangsbuchstaben zweier Wörter. Es steht für ALbrecht DIskont für Aldi Nord und ALbrecht DIscount für Aldi Süd. Warum die Brüder ihr Unternehmen teilten und getrennte Wege gingen, ist übrigens nicht bekannt.

EDEKA

Die Historie von EDEKA beginnt im Jahr 1889. Damals schlossen sich 21 Einkaufsvereine aus Deutschland zusammen und gaben sich dann den Namen Einkaufsgenossenschaft der Kolonialwarenhändler. Abgekürzt wäre das dann EDK. Und wenn man die Vokale, die man mitspricht, auch ausschreibt, dann hat man das Wort EDEKA. So simpel kam diese inzwischen riesige Kette zu ihrem Namen.

Kaufhof

Um herauszufinden, woher Galeria Kaufhof seinen Namen hat, muss man gar bis ins Jahr 1879 zurückgehen. Der Händler Leonard Tietz eröffnete damals ein kleines Geschäft und bot Stoffe, Knöpfe, Garne und Wolle verkaufte. Später wurde daraus die Leonard Tietz AG. 1933 wollten die Nazis das Unternehmen dann auflösen, weil Tietz Jude war. Doch der nannte es dann einfach in Westdeutsche Kaufhof AG um. Damit konnte der Unternehmer seinen Betrieb vor dem Untergang retten und heute gehört Galeria Kaufhof zu den größten Unternehmen des Landes.

LIDL

Anfang des 20. Jahrhunderts gab es in Heilbronn eine kleine Südfrüchtehandlung von A. Lidl. Etwa drei Jahrzehnte später wurde es in Lidl & Schwarz KG umbenannt, weil Josef Schwarz in das Unternehmen mit eintrat. Nach dessen Tod übernahm sein Sohn Dieter den Laden und machte einen riesigen Discountmarkt nach dem Vorbild von ALDI daraus. Doch Dieter Schwarz wollte seinen Nachnamen bei der Namensgebung für die Kette aus dem Spiel machen, weil sonst unangenehme Wortspiele wie Schwarzmarkt entstehen könnten. Also nannte er es einfach nur LIDL, so wie das Geschäft schon ganz am Anfang hieß.

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