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Ältere Arbeitnehmer: Mit der richtigen Bewerbung zum Traumjob

Rente erst mit 67, aber ab 50 schon auf dem Abstellgleis? So drastisch wird die Situation am Arbeitsmarkt für ältere Menschen künftig wohl nicht aussehen. Arbeitsmarktforscher rechnen mit deutlich besseren Beschäftigungschancen für erfahrene Berufstätige.

So geht bereits aus einem Bericht der Arbeitsministerin Ursula von der Leyen hervor, dass sich die Beschäftigungsquote der 60- bis 65-Jährigen auf zuletzt 38 Prozent erhöht und somit innerhalb der vergangenen zehn Jahre fast verdoppelt hat. Aus diesem Grund ist die 2012 beginnende Anhebung des Renteneintrittsalters aus Sicht des Ministeriums vertretbar.

Wie aber finden ältere Arbeitnehmer einen passenden Job, wenn ihre alte Firma insolvent gegangen ist oder aus wirtschaftlichen Gründen Personal entlassen musste? Mit der richtigen Bewerbung! Wer ein paar goldene Regeln beherzigt, hat auch jenseits von Ü50 gute Chancen, in die engere Auswahl genommen zu werden.

Tipp Nr. 1: Nicht für das Alter rechtfertigen! Viele ältere Bewerber machen den Fehler, langatmig zu erklären, warum sie mit 55 einen neuen Job haben wollen. Dabei raten Experten davon ab, im Anschreiben überhaupt auf das Alter oder den Grund der letzten Kündigung einzugehen. Wer mit Floskeln wie 'vital' oder 'energiegeladen' sein Alter schön zu reden versucht, kommt nicht so gut an. Besser ist, seine Sportlichkeit und Gesundheit durch Aktivitäten wie einer regelmäßigen Sportart zu belegen.

Tipp Nr. 2: Ein hohes Alter ist nicht gleichbedeutend mit Erfahrung. Für Personalentscheider ist ein höheres Alter kein Merkmal, das automatisch qualifiziert. Bewerber müssen ihre Berufserfahrung schon konkret beschreiben und ihre Kompetenzen anhand einzelner beruflicher Stationen belegen.

Tipp Nr. 3: Offenheit für neue Aufgaben. Viele ältere Bewerber versteifen sich auf eine berufliche Position. Sinnvoller ist es jedoch, bei der Stellensuche Kompromisse zu machen. Das kann beispielsweise bedeuten, berufliche Aufgaben zu übernehmen, die weniger anspruchsvoll sind als im letzten Job.

Tipp Nr. 4: Weiterbilden. Englischkenntnisse und der Umgang mit gängigen Büroprogrammen oder Software für die Finanzbuchhaltung sind heute unabdingbar. Wer als älterer Bewerber Lücken auf diesen Gebieten hat, sollte diese ganz schnell schließen.

Quelle: fr-online.de
Bild: Bundestag (Flickr)

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