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Angst vor dem eigenen Chef

Es ist eine Angst, die künstlich von Führungskräften herbeigeführt wird, die viele Angestellte in den heutigen Tagen plagt. Doch das lähmt einzig und allein das Engagement der Mitarbeiter, zeigt eine neue Studie des Internet–Karrierekanals Capital. Der Umfrage zufolge fühlen 68 Prozent der befragten Berufstätigen, dass durch die neue Wirtschaftslage ein wissentlich härterer Wind weht, im Betrieb verstärken sich der Druck und die Leistungsanforderungen.

Laut der Studie haben viele Angestellte im Zuge dessen mehr Angst vor ihrem Chef und allgemeine Versagensängste sowie Angst davor, Fehler zu machen. Ein allgemeines Misstrauen gegenüber den Vorgesetzten wird so noch verstärkt, Vertrauensverlust ist die Folge. Doch nicht nur das: Viele Arbeitnehmer denken von ihrem Chef, dass er ihnen misstrauen würde.

Der Buchautor und Managementberater Reinhard Sprenger hat eine Erklärung für diese Umstände: Denn dadurch, dass berufliche Ängste im Job oftmals auf den Vorgesetzten projiziert werden, der dann auf einmal die personifizierte Entscheidungsmacht darstellt, die er gar nicht ist oder hat, entsteht eine Schieflage. Karrieretipps für Personaler könnten in diesem Falle sein, den Angestellten reinen Wein einzuschenken und nicht mit der Wahrheit hinter den Berg zu halten.

Klarheit schafft immer Vertrauen, so Sprenger. Wer sich nicht als unnahbarer Fädenzieher darstellt, verliert die menschliche Seite nicht und zeigt den Mitarbeitern auch, dass eine gemeinsame Lösung gesucht werden soll. Und wo eine gemeinsame Lösung her soll, ist auch eine gemeinsame Zukunft.

Quellen: capital.de, newsticker.sueddeutsche.de
Bild: Ludovic Bertron (Flickr)

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