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Arbeiten für den Geheimdienst - Berufseinstieg als Azubi möglich

Viele Menschen betrachten Geheimdienstarbeit als sehr spektakulär. Dazu haben vor allem die James-Bond-Filme beigetragen. Doch von dieser Filmromantik ist die eigentliche Geheimagententätigkeit weit entfernt. Arbeiten für den Nachrichten- und Geheimdienst kann auf vielfältige Weise geschehen. Die Mehrzahl der Geheimdienstmitarbeiter arbeitet im Innendienst. Der Außendienst ist eher der Ausnahmefall.

Ein Geheimdienst besteht aus offiziellen (angestellte und vereidigte Beamte) sowie inoffiziellen (Informanten) Mitarbeitern. Den Beamtenberuf des Geheimagenten im Auftrag der Bundesrepublik gibt es unter dieser Bezeichnung nicht offiziell.

Wer sich für eine Tätigkeit bei einem offiziellen Nachrichtendienst wie BND (Bundesnachrichtendienst) oder Bundesamt für Verfassungsschutz interessiert, kann sich direkt an die Ämter wenden. Um für einen Nachrichtendienst in Deutschland zu arbeiten, gibt es mehrere Möglichkeiten.

Berufsanfänger können sich direkt für eine Ausbildung bei der Behörde bewerben. Ausbildungsziel ist es, eine Beamtenlaufbahn einzuschlagen. Bildungsleistungen und Qualifikationen entscheiden über eine Laufbahn im mittleren oder gehobenen Dienst. Theorie und Praxis erleben Azubis zum Teil in eigenen Schulungseinrichtungen oder geeigneten anderen Hochschulen.

Für Beamte des gehobenen Dienstes kommt eine Tätigkeit als Sachbearbeiter ohne und mit Führungsverantwortung in Frage. Für eine Einstellung bei einem Nachrichtendienst können sich weiterhin Angestellte im öffentlichen Dienst, Beamte mit abgeschlossenem Universitätsstudium und Soldaten mit Berufserfahrung bewerben.

Vor dem Beginn einer Laufbahn und Festlegung eventueller Einsatzbereiche stehen umfassende Einstellungstests und Sicherheitsüberprüfungen. Die Bezahlung nachrichtendienstlicher Mitarbeiter richtet sich in der Regel nach der Besoldungsordnung oder dem Bundesangestelltentarif. Erhöht werden Einkünfte durch spezielle weitere Zulagen beispielsweise für Auslandseinsätze oder für die Arbeit in sicherheitsrelevanten Bereichen.

In den USA sind in Zeiten von internationalem Terrorismus die Anforderungen an Spione und Agenten gewachsen. Die Geheimdienste des Landes arbeiten daher sehr zielgerichtet mit US-Universitäten zusammen. Sie werben mit speziellen Kursen um den ausgezeichnet ausgebildeten Nachwuchs.

Eine fachübergreifende Ausbildung wird besonders geschätzt. Für einen Geheimdienst der USA ist jemand besonders interessant, der ein Ingenieurstudium abgeschlossen hat, in Religionen bewandert ist und mehrere möglichst exotische Sprachen spricht.

Nachrichtendienste finanzieren studienbegleitende Sprachkurse und Auslandspraktika. Neben dem Kennenlernen der Geheimdienstarbeit geht es um das Verstehen von Land und Menschen. Im Fokus der Anwerbung stehen besonders weibliche Studierende und Angehörige aller Minderheiten.

Nach einer Programmteilnahme gibt es keine Pflicht für einen der 16 US-amerikanischen Geheimdienste zu arbeiten. Dennoch entscheiden sich viele Teilnehmer für den Dienst für die Heimat.

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