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Arbeiten für Olympia: Unbezahlt und befristet, aber heiß begehrt

Die Jobs sind befristet und unbezahlt: Auf den ersten Blick sind die Arbeitsbedingungen, die das Olympische Organisationskomitee Vancouver anbietet, nicht verlockend.

Trotzdem haben sich bereits 75.000 Kandidaten als Ehrenamtliche für die Olympischen Winterspiele in der kanadischen Provinz British Columbia beworben. Denn das sportliche Großereignis funktioniert seit jeher nur dann, wenn tausende Freiwillige helfen. Knapp vier Wochen vor Beginn der Spiele sind die meisten der zu vergebenden 25.000 Stellen zwar schon vergeben, aber in manchen Bereichen werden noch Volunteers gesucht. Das gilt vor allem für die Paralympischen Spiele im März sowie für die alpinen und nordischen Skiwettbewerbe in Whistler.

Viele freiwillige Helfer akzeptieren nicht nur die unbezahlten Tätigkeiten, sondern nehmen sogar noch unbezahlten Urlaub, um genug Zeit für die Spiele zu haben. Ein wichtiges Auswahlkriterium ist nämlich die Verfügbarkeit. Je mehr Zeit ein Bewerber mitbringt, desto größer sind seine Chancen. Kein Wunder also, dass unter den Ehrenamtlichen meist überproportional viele Rentner vertreten sind.

Für die meisten ist es ein Traum, einmal live bei den Olympischen Spielen dabei zu sein. Allerdings sind für die Olympischen Spiele vom 12. bis 28. Februar zwei Wochen lang Schichten von acht bis zehn Stunden das Minimum. Wer nebenbei noch die Spiele mitverfolgen will, sollte das also einplanen.

Bewerben kann sich jeder ab einem Mindestalter von 19 Jahren. Beim Organisationskomitee sind zwar Anfragen aus mehr als 130 Ländern eingegangen, dennoch stammen 90 Prozent der Bewerber aus Kanada und vor allem British Columbia. Kein Wunder, denn sie müssen sich im Gegensatz zu ausländischen Helfern nicht um Flug und Unterkunft kümmern. Die besten Chancen haben daher Bewerber, die bereits einen Schlafplatz sicher haben.

Quelle: focus.de, vancouver2010.com
Bild: Craig Maccubbin (Flickr)

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