Excite

Arbeiten im Ausland: Nicht unvorbereitet ins Abenteuer stürzen

Ein Auslandsaufenthalt fördert die Karriere. Kein Wunder, dass viele angehende Manager und Führungskräfte frühzeitig Auslandspraktika absolvieren oder eine befristete Beschäftigung im Ausland annehmen. Die Erfahrungen im Umgang mit Menschen und die Fremdsprachenkenntnisse erleichterten ihnen hinterher den Aufstieg auf der Karriereleiter.

Auch viele Unternehmen sorgen dafür, dass ihre Mitarbeiter Auslandserfahrung bekommen und schicken sie in Niederlassungen oder zu Geschäftspartnern nach Übersee. Ein Selbstläufer sind Auslandseinsätze allerdings nicht. Wer sich allzu blauäugig in sein auswärtiges Abenteuer auf Zeit stürzt, droht zu scheitern. Experten raten dazu, sich vor einem Auslandsaufenthalt gründlich über die jeweiligen Arbeits- und Verdienstmöglichkeiten sowie mögliche bürokratischen Hürden zu informieren.

Wer beispielsweise auf eigene Faust ein Jahr in den USA oder Australien jobben will, sollte sich bewusst sein, dass er in der Regel nur mit Aushilfsjobs in der Landwirtschaft, Gastronomie oder im Tourismus rechnen kann. Auch der Stundelohn ist nicht unbedingt üppig: Zehn Dollar - etwa sieben Euro - pro Stunde verdient man etwa als Küchenhilfe. Besser ist, noch etwas zu warten und als Angestellter oder Azubi einer Firma den Sprung ins Ausland zu wagen. Prinzipiell sind Auslandsaufenthalte schon früh möglich. Nach Angaben des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHT) in Berlin wurden im vergangenen Jahr etwa 24.000 junge Auszubildende von ihren Arbeitgebern in andere Länder geschickt.

Doch auch in späteren Jahren ist ein Auslandseinsatz immer möglich. So arbeiten allein im Auftrag der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) mehr als 10.000 Fachkräfte in aller Welt. Gefragt für diese Jobs sind Akademiker mit drei bis fünf Jahren Berufserfahrung. Bewerber dürfen aber auch gern älter als 50 Jahre sein. Das Gehalt für Einsteiger liegt bei etwa 40.000 Euro im Jahr. Steuerfrei. Hinzu kommen weitere Zusatzleistungen. Erfahrene Berater und Experten können sogar mit etwa 7.000 Euro Gehalt im Monat rechnen.

Unter Akademikern gelten wegen der guten Verdienstmöglichkeiten und attraktiverer Arbeitsbedingungen vor allem die Schweiz und Skandinavienals begehrte Ziele. Im vergangenen Jahr wanderten rund 3.000 Ärzte aus Deutschland ab. Allerdings sollte man bedenken, dass auch die Lebenshaltungskosten höher sind.

Quelle: manager-magazin.de
Bild: Vera Yu and David Li (Flickr) http://www.flickr.com/photos/yummy-porky/2617936808/

Deutschland - Excite Network Copyright ©1995 - 2017