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Arbeiten im Call Center: Boom-Branche sucht laufend neue Mitarbeiter

Es gibt wohl niemanden, der nicht schon einmal mit einem Call Center verbunden war. Jeden Tag landen fast 20 Millionen Anrufe in den fast 5.700 Telefonberatungsstellen, die es in Deutschland gibt. Die Gründe können vielfältig sein: Der Anrufer will eine Reise buchen, etwas bestellen, sich beschweren, sich beraten lassen oder etwas nachfragen. Umgekehrt rufen die Mitarbeiter eines Call Centers bei den Verbrauchern an, um über aktuelle Angebote zu informieren, Liefertermine zu vereinbaren oder eine Umfrage durchzuführen. Sowohl für Unternehmen als auch Kunden sind Call Center daher aus dem täglichen Leben nicht mehr wegzudenken.

Kein Wunder, dass die Branche boomt. Fast 400.000 Menschen arbeiten heute in Call Centern. Fast drei Viertel dieser Stellen sind erst in den letzten zehn Jahren entstanden. Die meisten Call Center sind unternehmensinterne Abteilungen (Inhouse Call Center). Nur etwa 16 Prozent sind Dienstleistungsunternehmen, die im Auftrag arbeiten. Bei mehr als einem Drittel handelt es sich um Mischformen, bei denen z.B. unternehmensinterne Call Center auch Dienstleistungen anbieten oder das Call Center von einem Joint Venture betrieben wird.

Was die Jobperspektiven angeht, so sind sie durchaus als rosig zu bezeichnen: Das durchschnittliche Branchenwachstum liegt bei rund sieben Prozent pro Jahr. Experten schätzen, dass in den nächsten drei bis fünf Jahren weitere 100.000 Arbeitsplätze entstehen werden. Einen festen Ausbildungsweg zum Call Center Mitarbeiter gibt es nicht. Die meisten Stellen werden mit Quereinsteigern besetzt, die direkt im Unternehmen geschult werden. Allerdings kommt den im Herbst 2006 gestarteten Ausbildungsberufen "Kaufmann für Dialogmarketing" und "Servicekraft für Dialogmarketing" eine steigende Bedeutung zu.

Quelle: jobchance-callcenter.de
Bild: David Robinson (Flickr)

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