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Arbeiten in der Schweiz: Deutsche Zuwanderer bilden die größte Gastarbeiter-Gruppe

Die Deutschen sind die größte Gruppe der in der Schweiz tätigen Gastarbeiter. Angesichts der wirtschaftlich schlechten Lage im eigenen Land haben sich viele Bundesbürger in den letzten Jahren auf den Weg gemacht, um als Zimmermädchen, Kellner, Bauarbeiter oder Arzt in der Alpenrepublik zu arbeiten. Hauptgrund für die Abwanderung sind vor allem die überdurchschnittlich gute Bezahlung und die angenehmen Arbeitsbedingungen. In Zürich kommt inzwischen fast jeder zwölfte Bewohner aus Deutschland!

Wirtschaftlich betrachtet steht die als stabil und solide geltende Schweiz sehr gut da. Selbst in Zeiten der Wirtschaftskrise gibt es nur eine verschwindend geringe Zahl an Arbeitslosen. In vielen Bereichen können die offenen Stellen nicht mit einheimischen Arbeitskräften besetzt werden, so dass die Eidgenossen auf die Zuwanderung ausländischer Arbeitnehmer angewiesen sind. Allerdings bekommt ein Gastarbeiter nur dann eine der kontingentierten Aufenthaltsgenehmigungen, in der eine Arbeitserlaubnis eingeschlossen ist, wenn ein Schweizer Bewerber nicht den Voraussetzungen des Arbeitgebers entspricht.

Feste Standbeine des modernen Industriestaats sind die vor allem die Nahrungsmittelindustrie, das Banken- und Versicherungsgewerbe sowie das Hotel- und Gastgewerbe. Insgesamt dominieren mittlere und kleine Betriebe. Dazu gibt es eine Reihe von Großkonzernen in der Pharma- und der Lebensmittelindustrie.

Deutsche Gastarbeiter haben vor allem in der zentralen Schweiz und im Osten gute Chancen auf einen Job, denn dort wird Schweizer- Deutsch gesprochen. Im Westen des Landes spricht man dagegen überwiegend Französisch und im Kanton Tessin sowie in Teilen Graubündens vorwiegend Italienisch.

Wer in der Schweiz eine Arbeit sucht, darf maximal drei Monate im Land bleiben. An staatliche Arbeitsämter brauchen sie sich dabei gar nicht erst zu wenden, denn die sind nicht für die Vermittlung von Gastarbeitern zuständig. Hilfreich sind stattdessen regionale Arbeitsvermittlungszentren, Internetrecherchen und Inserate in großen Schweizer Tageszeitungen.

Quelle: arbeits-abc.de
Bild: Michael Beat (Flickr)

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