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Arbeiten in einer Botschaft: Karriere als Diplomat

Für viele Menschen ist es eine Traumvorstellung, als Diplomat in einem fernen Land arbeiten zu dürfen. Allerdings muss dafür einiges an Vorleistung erbracht werden. Und ob der Job tatsächlich so erstrebenswert ist, soll hier auch diskutiert werden. Fakt ist jedenfalls, dass sich jährlich 2000 Menschen beim Auswärtigen Amt für die Aufnahmeprüfung zur Ausbildung bewerben. Allerdings werden davon gerade mal 40 Bewerber eingestellt. Die Hürde ist also hoch, wenn man in einer Botschaft arbeiten möchte.

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Mittlerer Dienst

Wem der mittlere Dienst reicht, der braucht den Realschulabschluss, um sich bewerben zu können. Als Jobs stehen dann Bürosachbearbeiter/in oder eine Tätigkeit im IT-Bereich sowie im Rechts- und Konsularbereich zur Debatte, zum Beispiel in der Pass- und VISA-Stelle. Dies ist dann ein reiner Job am Schalter. Es gilt, viele Anträge anzunehmen und zu prüfen. Im mittleren Dienst arbeitet man den höher Angestellten also zu.

Gehobener Dienst

Um die den gehobenen Dienst zu gelangen, braucht man mindestens das Abitur oder die Fachhochschulreife. Dazu sind Fremdsprachenkenntnisse zumindest in Englisch und eine gute Allgemeinbildung vonnöten. Wer diese Ausbildung durchläuft, gehört dann später zu den Entscheidern. Es wird etwa über Pass- und VISA-Anträge entschieden. Die Mitarbeiter können dann Einfluss auf die Verteilung der Pässe nehmen. Eine Tätigkeit in der Pressestelle oder im Öffentlichkeitsbereich wäre allerdings auch möglich.

Höherer Dienst

Wer eine Botschaft leiten will und als Diplomat in fernen Ländern sein Heimatland vertreten möchte, der muss es bis in den höheren Dienst schaffen. Dafür muss man ein Hochschulstudium mit Masterabschluss vorweisen. Die Studienrichtung ist dabei egal, aber Fächer wie Jura, Geschichte, Politikwissenschaften oder BWL werden schon gerne gesehen. Als Attaché in einem anderen Land gestaltet man die deutsche Außen- und Europapolitik mit.

Viele Umzüge

Für alle, die gerne viele Länder in ihrem Leben kennenlernen wollen, ist dieser Job natürlich perfekt. Alle vier Jahre geht es in ein anderes Land und man macht die Bekanntschaft mit vielen Menschen aus vielen Kulturen. Allerdings halten viele Diplomaten diese unstete Wohnsituation auch für belastend und schmeißen nach einigen Jahren hin. Auch wenn man nahezu jeden Abend als Attaché auf Empfängen eingeladen ist, so bleiben diese Bekanntschaften doch eher oberflächlich und der Tagesablauf ist immer gleich.

Familien werden bevorzugt behandelt

Deswegen muss man schon aus einem besonderen Holz geschnitzt sein, wenn man diese Laufbahn einschlagen möchte. Soziale Kontakte in der Heimat können zwar heutzutage per Mail oder Videotelefonie locker aufrecht gehalten werden, aber trotzdem fehlt der direkte Kontakt. Auch das Familienleben fällt schwer. Allerdings werden Angestellte mit Familien vom Auswärtigen Amt bevorzugt behandelt und nicht in Länder geschickt, in denen die Alltagssituation schon schwer zu bewältigen ist.

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