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Arbeiten von zuhause aus – worauf Telearbeiter achten sollten

Arbeiten von zuhause aus setzt sich als Beschäftigungsmodalität zunehmend durch. Immer häufiger gibt es in Deutschland Heimbüro-Regelungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Selbst wenn grundsätzlich die gleichen Rechte und Pflichten wie an herkömmlichen Arbeitsplätzen gelten, sind viele Details gesondert zu klären.

Es gibt vieles, worauf Telearbeiter achten sollten, unabhängig davon ob es sich um alternierende Telearbeit oder um klassische Heimarbeit handelt. Diese Fragen werden für immer größere Anzahl von Menschen aktuell.

Nach Angaben des Branchenverbands Bitkom liegt die Anzahl derjenigen, die Arbeiten von zuhause aus verrichten, momentan bei zehn Prozent aller Beschäftigten, Tendenz steigend. Trotz der größer werdenden Anzahl der Heimarbeiter, gibt es in diesem Zusammenhang bislang keine gesetzlichen Regelungen. Vieles muss also im Einzelfall ausgehandelt werde.

Zunächst einmal gilt, dass Arbeitgeber keinen grundsätzlichen Rechtsanspruch auf Telearbeit haben. Nach wie vor bestimmt der Arbeitgeber den Arbeitsort. Das heißt, dass Arbeitnehmer, die beispielsweise aufgrund familiärer Verpflichtungen Telearbeit vorziehen würden, sich auf jeden Fall mit ihrem Vorgesetzten absprechen müssen.

Wenn es im Unternehmen einen Tarifvertrag oder eine Betriebsvereinbarung gibt, klären sich viele Fragen von selbst. Sollte das nicht der Fall sein, tun Arbeitgeber gut daran, alle rechtlichen Details über ihre Tätigkeit im Heimbüro so genau wie möglich zu klären und festzuhalten.

Zu den Dingen, die unbedingt abgesprochen werden müssen gehören solche Fragen wie die Trägerschaft der Kosten für die Arbeitsausstattung sowie die Haftung bei Schaden und Diebstahl. Auch Fragen der telefonischen oder E-Mail-Erreichbarkeit, Präsenzhäufigkeit im Unternehmen und der Dauer der Telearbeit sind auf jeden Fall zu klären.

Wichtige Fragen bei Telearbeit sind die Vertraulichkeit und die Unverletzlichkeit der Wohnung. Damit es hier zu keinen Missverständnissen kommt, sollten Arbeitgeber und Arbeitnehmer genau absprechen, wie man es gewährleistet, dass Betriebsgeheimnisse nicht aus Versehen weitergegeben werden und ob der Arbeitgeber eventuell Zutritt zur Arbeitnehmerwohnung hat. Sind solche Dinge geklärt, steht dem Arbeiten von zuhause aus nichts im Wege.

Quelle: welt.de
Bild: dan_macsweeney (Flickr)

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