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Arbeitgeber dürfen keine Informationen auf Facebook gegen Bewerber verwenden

Wie das Handelsblatt Online berichtet, dürfen Arbeitgeber zukünftig keine Daten mehr aus sozialen Netzwerken mehr nutzen, um sich über Bewerber zu informieren. Das jedenfalls besagt das neue Gesetz zum Arbeitnehmerdatenschutz, worauf sich die Bundesregierung jetzt geeinigt hat.

Wer also sein exzessives Partyleben bisher auf Facebook aus Angst vor der Entdeckung durch einen zukünftigen Chef ausgeblendet hat, kann nun die schlimmsten Fotos hochladen. Bei Xing sollte man das nicht machen, denn die Informationen bei Job- und Business-Plattformen wie diesen, darf ein Arbeitgeber immer noch gegen einen Bewerber verwenden. Auch die Google-Suche ist nach wie vor erlaubt.

Verboten hat man jetzt auch die ärztlichen Untersuchungen ohne Angabe eines Grundes. Nur wenn die Gesundheit eine berufliche Anforderung darstellt, ist der Gang zum Arzt gerechtfertigt. Damit müssen auch Bluttests durch den Arbeitgeber ordentlich begründet werden. Doch auch wenn man den Job bereits hat, stärkt das neue Gesetz die Rechte der Arbeitnehmer. So dürfen Arbeitgeber ihre Mitarbeiter nicht mehr heimlich beobachten und bespitzeln. Kameras dürfen also nicht mehr verdeckt filmen, die offene Videoüberwachung ist aber noch möglich.

Auch bei Emails und Telefonaten dürfen Arbeitgeber selbst bei Einwilligung ihrer Mitarbeiter keine privaten Daten auswerten. Inwieweit das nun alles eingehalten werden wird wird, bleibt natürlich fraglich. Denn nur weil ein Arbeitgeber gewisse Informationen nicht verwenden darf, bedeutet es nicht zwangsläufig, dass sie keine Rolle mehr spielen. Nur bei Korruptionsverdacht dürfen Firmen den Mitarbeitern auf die Finger schauen und entsprechende Maßnahmen einleiten, um Beweise zu erbringen. Ansonsten ist das Gesetz zum Arbeitnehmerdatenschutz eindeutig und verbietet Arbeitgebern ihre Job-Bewerber oder Mitarbeiter auszuspionieren.

Bild: Aldo Gonzalez (Flickr), Scott Beale (Flickr)

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