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Alles Wissenswerte zum Arbeitgeberdarlehen

Ein Arbeitgeberdarlehen wird immer öfter von Angestellten in Anspruch genommen, da sie einen so genannten geldwerten Vorteil bedeuten und auch ohne eine Gehaltserhöhung neue Lebensabschnitte möglich macht. Seitens der Arbeitgeber lohnt sich diese Form der Honorierung von Mitarbeitern, auch weil sie so dem Unternehmen verbundener sind, genaue Informationen von beiden Seiten sind jedoch unerlässlich.

Mit BMF Schreiben ist Darlehen geregelt

Das Schreiben des Bundesministeriums für Finanzen regelt, wie genau die Berechnung eines Arbeitgeberdarlehens geschieht. Erst seit Kurzem ist hierbei klar, dass es sich offiziell um einen geldwerten Vorteil handelt. Dieser ergibt sich genau daraus, dass der Zins, der auf dem Markt üblich ist, höher ist als jener, der von einem Arbeitgeber gewährt wird. Im Einzelfall spart der Angestellte also deutlich Geld, weil sich geringere Zinsen beim Arbeitgeberdarlehen ergeben und kann so bares Geld sparen.

Für eine Gegenüberstellung wird immer jener Zinssatz berechnet, der beim Abschluss des Vertrages vereinbart wurde. Es sei denn, man hat gemeinschaftlich einen Zinssatz vereinbart, der variabel ist. Laut § 8 Abschnitt 2 EstG sind bei Vertragsschluss die effektiven Zinssätze von der Deutschen Bundesbank abzustellen, diese sind für jedermann sichtbar im Internet zu finden. Ein Abschlag von 4 Prozent wird von diesem Zinssatz vorgenommen, daraus berechnet sich die Zinsverbilligung und der eigentliche geldwerte Vorteil für den Arbeitnehmer.

Wird das Arbeitgeberdarlehen monatlich zurück bezahlt, so muss nicht zwangsläufig eine Versteuerung gesehen, sollte die Restschuld einen bestimmten Betrag unterschreiten. Dies tritt dann ein, wenn das Darlehen vom Arbeitgeber nicht mehr als 2.600 Euro beinhaltet. Der Begünstigte muss nun seinen Zinsvorteil nicht versteuern, auch wenn auf eine Verzinsung verzichtet wird.

Zinsvorteil ohne Versteuerung möglich

Arbeitnehmer können von einem Arbeitgeberdarlehen nur profitieren, da dieses gesetzlich so abgesichert ist, dass ihnen in jedem Fall geldwerte Vorteile entstehen. Durch klare Strukturen wird es auch möglich, einer Versteuerung des gewonnenen Geldes zu entgehen, denn ab einem gewissen Betrag, der gesetzlich festgelegt ist, entfällt hier die Steuerpflicht.

Quelle: Experto.de

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