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Missverständnis: Arbeitsamt schickt Frau ins Bordell

Wer beim Arbeitsamt vorstellig wird, der sucht eine Arbeitsstelle, aber bestimmt nicht um jeden Preis. Und vor allem muss der Job zu den Wünschen des Bewerbers passen. Das alles hat die Arbeitsagentur in Augsburg nun verbockt und einer 19-Jährigen ein Angebot geschickt, dass diese mit Entsetzen ablehnte. Denn die Frau sollte in einem Bordell arbeiten.

Sie sollte zwar nicht direkt in das horizontale Gewerbe einsteigen, es ging um eine Stelle als Servicekraft in dem Freundenhaus. Die Arbeitsstelle sah vor, dass Getränke an der Theke ausgeschenkt werden. Ein "ansprechendes Auftreten", sei Voraussetzung, was auch immer das heißen soll. Doch darauf wollte sich die junge Arbeitssuchende nicht einlassen. "Ich war total entsetzt. Meine Mutter hat sogar geschrien, als sie den Brief gesehen hat", sagte sie laut der Rheinischen Post.

Bei dem Angebot habe es sich um ein Missverständnis gehandelt, heißt es nun aus Reihen der Arbeitsagentur in Augsburg. "Hier ist uns ein Fehler unterlaufen. Die zuständige Vermittlerin hat das Gespräch nicht geführt und den Brief am Freitag verschickt", sagte der Leiter der Agentur, Robert Fürst, gegenüber der Zeitung Augsburger Allgemeinen.

Wenn eine Arbeitsagentur eine Stelle im Rotlichtmilieu vermitteln möchte, dann muss die betreffende Person, die diese Stelle annehmen soll, vorher gefragt werden. Dies sei nicht geschehen, so Fürst. Der Arbeitsagentur in Augsburg ist dieser Vorfall nun sehr unangenehm, weil der Eindruck entstehe, dass ungefiltert Vermittlungsvorschläge an die vielen Bewerber verschickt werden. Aber vor allem bei Stellen im Rotlichtmilieu solle man genau hinschauen. Solch ein Versehen werde in Zukunft nicht mehr passieren, so Fürst.

Klaus Pollok

Soweit sind wir schon.....schlimm sclimm

2014-01-07 21:59:27

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