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Arbeitskleidung: Der 'Blaumann' erobert die Damenwelt

Die im Volksmund auch als 'Blaumann' bekannte Latzhose war bislang eine typisch männliche Arbeitskleidung, die sich als Outfit für bestimmte Berufsgruppen wie Klempner oder Elektriker etabliert hatte. Doch da immer mehr Frauen die traditionellen Männerdomänen erobern, bekommt man immer öfter auch Damen im Blaumann zu sehen.

Arbeitslatzhosen können aus Baumwolle oder Baumwoll-Mischgeweben gefertigt sein. Es gibt sie gefüttert für Außeneinsätze bei kühlen Temperaturen oder in einfacher Ausführung für wärmere Jahreszeiten. Darüber hinaus kann ein Blaumann auch nach dem jeweiligen Anwendungsbereich in stärkerer Ausführung gewählt werden, beispielsweise durch Mehrfachnähte, die deutlich mehr Belastungen standhalten als normale Hosen. Auf Wunsch können Blaumänner auch imprägniert oder beschichtet werden, damit sie besonders strapazierfähig sind.

Der Blaumann muss im Übrigen nicht unbedingt blau sein, sondern ist je nach berufsspezifischer Verwendung auch in anderen Farbtönen erhältlich. Arbeitslatzhosen in Brauntönen werden meistens von Tischlern und Möbelbauern getragen, während Landwirte eine grüne Latzhose tragen.

Die Arbeitslatzhose, die meist in Kombination mit einer Jacke getragen wird, gibt es nicht nur in unterschiedlichen Kleidergrößen, sondern sogar in unterschiedlichen Bauchgrößen. Künftig wird es wohl auch Blaumänner mit längeren Beinen geben müssen, damit die Damen nicht mit Hochwasser in der Hose herumlaufen müssen.

Wer schonmal einen Blaumann getragen hat, weiß dessen Funktionalität zu schätzen. Aus diesem Grund ist die Arbeitslatzhose auch bei Privatleuten sehr beliebt, da die Fülle an Taschen im Brust-, Seiten- und Gesäßbereich für den Einsatz im Hobbybereich oft sehr nützlich ist.

Quelle: arbeitslatzhose.org
Bild: Heiner Köpcke

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