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Arbeitskleidung: Sicherheits- und Hygienevorschriften finden in Schutzkleidung und Uniformen Ausdruck

Ärzte, Krankenschwestern, Bauarbeiter, Feuerwehrmänner oder Köche haben alle etwas gemeinsam – sie müssen eine spezielle Arbeitskleidung tragen. Die speziellen Uniformen dienen dem Schutz vor beruflichen Gefahren oder dazu, den jeweiligen Beruf eindeutig erkennbar zu machen.

In manchen Berufen ist das Tragen von Arbeitskleidung eine freiwillige Sache, in anderen Jobs dagegen durch die Unfallverhütungsvorschriften der Berufsgenossenschaften, den geltenden Tarifvertrag oder eine entsprechende Betriebsvereinbarung ausdrücklich vorgeschrieben. Unterschieden werden grundsätzlich folgende Arten von Arbeitskleidung:

Arbeitskleidung aus Sicherheitsgründen: Auf dem Bau oder im Handwerk, bei der Feuerwehr und in Berufen, in denen der Umgang mit giftigen Chemikalien, anderen Gefahrstoffen oder widrigen Wetterbedingungen zum Alltag gehört, dient Arbeitskleidung vor allem dem Sicherheitsaspekt. Die 'Schutzkleidung' muss bestimmten DIN-Standards entsprechen. Bei der Auswahl der Schutzkleidung muss besonders auf den Tragekomfort und die Gebrauchstauglichkeit geachtet werden, damit der Träger nicht bei seiner Arbeit behindert wird oder die Kleidung selbst zum Gesundheits- und Unfallrisiko werden kann.

Arbeitskleidung aus Hygienegründen: In Krankenhäusern, der Pharmaindustrie, in Restaurantküchen oder der Nahrungsmittelindustrie müssen Beschäftigte aus hygienischen Gründen eine Schutzkleidung tragen. Damit sollen einerseits gefährliche Stoffe und Verunreinigungen von Patienten bzw. Kunden ferngehalten werden, andererseits aber auch die Privatkleidung der Berufstätigen vor Kontamination geschützt werden. Die Arbeitskleidung, die in die Hygiene-Kategorie fällt, muss häufig gewaschen, gewechselt oder weggeworfen werden. Für die Reinigung ist der Arbeitgeber verantwortlich, da auch nach dem Waschen gewissen Standards eingehalten werden müssen.

Arbeitskleidung zur Kennzeichnung wichtiger Berufe: Bei Polizisten, Richtern, Piloten, Schornsteinfegern oder Militärpersonal soll die Bedeutung und eventuell sogar der Status des Beschäftigten in der Hierarchie durch die Arbeitskleidung gekennzeichnet werden. Die Uniformen oder Amtstrachten sind je nach Berufsgruppe meist einheitlich, damit die Beschäftigten in der Öffentlichkeit sofort erkannt werden können.

Arbeitskleidung als Corporate Design: Seit etwa 20 Jahren wird Arbeitskleidung in vielen Firmen immer mehr als 'Markenzeichen' im Sinne des 'Corporate Designs' eingesetzt. Angestellte in Hotels, Restaurants und Fastfood-Ketten oder Beschäftigte von Reinigungsfirmen und Sicherheitsdiensten tragen daher oft Arbeitskleidung in den Farben des Unternehmens, die zudem mit dem Firmenlogo bedruckt ist. Die einheitlichen Outfits sollen das Teamgefühl und die Leistungsmotivation der Mitarbeiter stärken und nach außen hin positiv und einheitlich wirken.

Quelle: arbeits-abc.de Bild: Dierk Schaefer (Flickr)

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