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Arbeitslosengeld: Was man darüber wissen muss

Wer seine Arbeit verliert, hat in Deutschland grundsätzlich ein Anrecht auf das Arbeitslosengeld. Der Bezug dieser staatlichen Leistung ist allerdings an eine Reihe von Bedingungen geknüpft. Außerdem bringt die Zahlung von Arbeitslosengeld auch zahlreiche Pflichten mit sich, die man unbedingt beachten muss, wenn man diese Leistung bekommen will.

Die wichtigste Bedingung, um das Arbeitslosengeld zu beziehen, besteht darin, dass man in den vergangenen zwei Jahren vor dem Eintreten der Arbeitslosigkeit mindesten zwölf Monate lang einer sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung nachgegangen sein muss. Wer also einen Job hatte, in dem er Beiträge zur Sozialversicherung gezahlt hat, besitzt in der Regel auch Anspruch auf das Arbeitslosengeld.

Die zuständige Agentur für Arbeit am Wohnort entscheidet darüber, ob man die Bedingungen erfüllt. Die Dauer der Zahlung des Arbeitslosengeldes hängt ebenfalls von der Dauer der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung ab. Wer in den vergangenen drei Jahren mindestens zwölf Monate gearbeitet hat, bekommt das Arbeitslosengeld während eines halben Jahres.

Wer zwei Jahre lang sozialversicherungspflichtig beschäftigt war, bekommt das Arbeitslosengeld ein ganzes Jahr lang. Dies ist in der Regel auch die höchst mögliche Bezugsdauer. Ausnahmen gibt es lediglich für Arbeitslose, die das 55. Lebensjahr erreicht haben. Für die kann sich die Zahlungsdauer auf höchstens 18 Monate erhöhen.

Arbeitslose ohne Kinder bekommen in der Regel 60 Prozent ihres bisherigen Nettolohns. Wer Kinder hat, bezieht das Arbeitslosengeld in Höhe von 67 Prozent ihres bisherigen Nettolohns. Zusätzlich dazu übernimmt die Bundesagentur für Arbeit auch die Zahlung von Kranken- und Rentenversicherungsbeiträgen. Auch die Beiträge zur Pflegeversicherung werden übernommen.

Bei alldem müssen diejenigen, die ihre Arbeit verlieren, unbedingt die Meldefristen bei der Arbeitsagentur beachten. Wer diese Fristen versäumt, muss mit einer Sperrfrist beim Leistungsbezug rechnen. Außerdem müssen sich Arbeitslose um eine Neuanstellung kümmern und für einen Urlaub bei der Arbeitsagentur abmelden. In diesem Fall gibt es wohl auch keine Probleme beim Bezug von Arbeitslosengeld.

Quelle: karriere-journal.monster.de

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