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Arbeitsmarkt für Sportler: Als Manager, Lehrer und Therapeuten gefragt

Sportstudenten trainieren vor allem ihre Muskeln – so lautet jedenfalls ein gängiges Vorurteil über die bewegungsfreudigen Akademiker. Zweites Klischee: Nach ihrem Studium arbeiten sie in Fitnessstudios oder fahren Taxi. Beides ist Quatsch! Tatsächlich haben Absolventen von Sporthochschulen gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Entgegen allen Vorurteilen verbringen Sportstudenten viel Zeit im Vorlesungssaal und im Labor, da fast die Hälfte ihrer Studienzeit der Bereich Sportwissenschaft auf dem Stundenplan steht. Ganz wichtig ist nämlich die Verzahnung von Theorie und Praxis: Während im Seminarraum zunächst biomechanische Prinzipien erörtert werden, geht es hinterher raus auf den Sportplatz, um beim Diskuswerfen die Beschleunigungskräfte auszuprobieren.

Der wichtigste Arbeitsplatz für Sportwissenschaftler ist die Schule. Knapp zwei Drittel der Absolventen werden Lehrer. Für diesen Job müssen sie möglichst viele Sportarten beherrschen, schließlich können sie Schülern nur dann eine Übung gut erklären, wenn sie sie selbst beherrschen. Sportlehrer sind allerdings keine Mangelware. In den nächsten Jahren sind ihre Aussichten daher nicht so gut. Wer eine Festanstellung als Lehrer will, sollte deshalb möglichst noch ein oder zwei weitere Fächer studieren, die gerade dringend benötigt werden.

Doch keine Sorge: Vor allem außerhalb der Schule sieht es für Sportler auf dem Arbeitsmarkt sehr gut aus. Allerdings eher dann, wenn sie Sport im Berufsleben nicht aktiv betreiben wollen. Mögliche Arbeitsfelder sind unter anderem Sportmanagement, Journalismus, Marketing, Gesundheit und Prävention oder Erlebnissport im Tourismus- und Freizeitbereich. In all diesen Berufen betreiben die Absolventen selbst nicht viel Sport. Außerdem sind es fast alles Anstellungen, in denen man nicht allzu viel Geld verdient. Eine aktuelle Absolventen-Studie der Deutschen Sporthochschule Köln hat ergeben, dass Diplom- Absolventen ein bis drei Jahre nach dem Abschluss 1.300 bis 1.900 Euro netto verdienen.

Quelle: rp-online.de
Bild: Levin den Boer (Flickr)

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