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Arbeitsmarktprognose 2011: Höchste Beschäftigungsquote seit der Wiedervereinigung möglich

Die Experten der Agentur für Arbeit zeigen sich in ihrer Arbeitsmarktprognose 2011 optimistisch und gehen davon aus, dass die Zahl der Jobsuchenden im nächsten Jahr auf den tiefsten Stand seit knapp 20 Jahren sinken kann. Erstmals seit 1992 scheint es möglich, dass die Zahl der Arbeitslosen schon bald unter drei Millionen bleibt.

Schon jetzt ist der deutsche Arbeitsmarkt überraschend stabil und steuert auf sein bestes Jahr seit knapp zwei Jahrzehnten zu. Für das laufende Jahr rechnet das Forschungsinstitut der Bundesagentur durchschnittlich mit 3,24 Millionen Arbeitslosen. Im kommenden Jahr erwarten sie einen weiteren Rückgang um 281.000 auf dann nur noch 2,96 Millionen Menschen ohne Arbeit.

Der positive Trend wir einerseits der schwungvollen Konjunktur, andererseits aber auch den Arbeitsmarktreformen zugeschrieben. Als dritter Faktor kommt das aus demografischen Gründen sinkende Arbeitskräfteangebot hinzu. Anders als die meisten Arbeitnehmer bewerten viele Arbeitsmarktexperten die Reformen der Bundesregierung als positiv. Diese hätten den Arbeitsmarkt aufgelockert und dynamischer gemacht.

Mit 40,63 Millionen Erwerbstätigen könnte die Beschäftigungsquote 2011 den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung erreichen. Nicht nur in den Dienstleistungsbereichen, sondern auch in der Industrie wird wieder verstärkt Personal eingestellt. Allerdings spielt gerade in der Industrie die Zeitarbeit eine große Rolle, die zwar zu den Dienstleistungen gezählt wird, jedoch häufig im verarbeitenden Gewerbe zum Tragen kommt.

Wirtschaftsminister Rainer Brüderle schließt sich der optimistischen Arbeitsmarktprognose 2011 an. In einzelnen Bundesländern wie Bayern und Baden-Württemberg gebe es bereits nahezu Vollbeschäftigung. Deutschland müsse künftig sogar aufpassen, dass nicht schon bald ein großes Fachkräfteproblem entstünde.

Quelle: sueddeutsche.de
Bild: svensonsan (Flickr)

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