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Arbeitsrecht bei Kündigung: Viele Feinheiten zu beachten

Das gültige Arbeitsrecht bei Kündigung unterliegt in Deutschland strengen Regelungen. Sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber tun gut daran, den Vorschriften genau zu folgen und sich die genauen Schritte entsprechend der Rechtslage zu überlegen. Schließlich bedeutet eine Kündigungsschutzklage einen erheblichen Mehraufwand. So weit muss es aber freilich nicht kommen.

Grundsätzlich unterscheidet man im Arbeitsrecht bei Kündigung zwischen betriebsbedingten Kündigungen und Kündigungen wegen Fehlverhalten. Wenn sich der Arbeitnehmer etwas zuschulden kommen lässt, ist es abgesehen von ganz groben Verstößen wie Diebstahl und Unterschlagung kein ausreichender Grund, um eine Kündigung auszusprechen.

In der Regel muss das Unternehmen den Arbeitnehmer zunächst einmal abmahnen. Die Abmahnung kann grundsätzlich zwar auch mündlich erfolgen. Üblich ist aber die Schriftform, die die Beweislage bei einer eventuellen Gerichtsverhandlung absichert. Eine Abmahnung muss unter anderem eine Beanstandung enthalten, in der das Fehlverhalten beschrieben wird. Anschließend folgt der Hinweise darauf, dass solches Verhalten nicht geduldet werden kann, gefolgt von der Ankündigung von Konsequenzen bei Wiederholung.

Wenn der Arbeitnehmer denkt, dass die Abmahnung grundlos erfolgt ist, kann er sich dagegen unter anderem mit einer schriftlichen Gegendarstellung wehren. Zuweilen ist es im Arbeitsrecht bei Kündigung so, dass Arbeitnehmer ohne vorherige Verstöße aus Betriebsgründen entlassen werden. Nicht immer kann das Unternehmen viel dagegen tun, weil die wirtschaftliche Situation zuweilen nichts anderes zulässt.

Um unangenehme Vorfälle und unnötige Gerichtsverhandlungen zu vermeiden, bemühen sich die Arbeitgeber für gewöhnlich die Kündigungen so sozialverträglich wie möglich zu gestalten und den Abgang mit Abfindungszahlungen zu versüßen. Hier sollten die Arbeitnehmer jedoch aufpassen. Wer nämlich einen Aufhebungsvertrag mit Abfindung unterschreibt, hat hinterher kein Anspruch auf das Arbeitslosengeld. Eine im Arbeitsrecht übliche Kündigung abzuwarten, kann sich zuweilen mehr lohnen.

Quelle: karriere-journal.monster.de

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