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Arbeitstage 2014 NRW: Die wichtigsten Fakten zu den Warnstreiks

  • SAV Sozialistische Alternative / Flickr

Verdi ruft mal wieder zum Streik auf und dieses mal liegt in Deutschland gleich an zwei Tagen so einiges lahm: In NRW zum Beispiel kann man in vielen Städten am Mittwoch den 26. März und Donnerstag den 27. März keine Busse, Straßenbahnen oder U-Bahnen benutzen, denn die werden bestreikt. Außerdem sind auch viele Kindertagesstätten, Bürgerämter und die Müllabfuhr betroffen. Eine Übersicht zum Streik hier:

Worum geht es beim Streik?

Ver.di ruft zum Streik auf, weil die Gewerkschaft für Angestellte im öffentlichen Dienst eine Lohnerhöhung um 100€ und 3,5% fordert. Die Arbeitgeber sagen, sie können diese Erhöhung nicht leisten. Einige Städte, wie zum Beispiel Bochum, bieten eine Erhöhung um 2,5% an, aber sagen, dass sie die Mehrbelastung nicht tragen könnten.

Wer streikt?

Je nach Region ist etwas unterschiedlich, wer streikt. Die wichtigsten Streikenden sind die Müllabfuhr, der öffentliche Personennahverkehr (Züge der Deutschen Bahn sind dabei ausgenommen!) und Kindertagesstätten. Außerdem streiken viele Sicherheitskräfte an Flughäfen, sodass auch dieses Transportmittel blockiert ist.

NRW

NRW ist besonders heftig von den Warnstreiks betroffen und die Arbeitstage vieler Arbeitnehmer, die gar nicht streiken, werden 2014 wohl etwas geringer ausfallen: Der Grund dafür ist, dass viele nicht zur Arbeit kommen können, weil die öffentlichen Verkehrsmittel nicht fahren. Natürlich kann man versuchen, ein Taxi zu nehmen oder mit dem Rad zu fahren, aber oft wird das nicht möglich sein. Als kleine Abhilfe organisieren viele lokale Radiosender Mitfahrgelegenheiten für die beiden Streiktage auf ihrer Webseite. Ähnliches gilt auch für Niedersachsen, Hessen, Baden-Württemberg und Sachsen.

Wie in der vergangenen Woche werden Mülltonnen nicht abgeholt, also wird sich der Müll wohl wieder in vielen Haushalten stapeln. Weil die zusätzlichen Überstunden, die nötig wären, um die Streiktage am Wochenende aufzuholen, von der Gewerkschaft natürlich nicht genehmigt werden, müssen viele Haushalte wieder auf Ausweichregelungen zurückgreifen: Oft darf der Müll ausnahmsweise in Tüten neben den Tonnen gelagert werden; er wird dann beim nächsten Termin abgeholt.

Kundgebungen in vielen Großstädten

Viele Städte sind auch wieder besonders von den Kundgebungen betroffen, darunter Köln. Hier sind viele Straßen dementsprechend nur eingeschränkt befahrbar. Die Webseite von ver.di informiert zwar ausführlich über die Anliegen der Streikenden, Planung für die Betroffenen ist hier aber eher schwierig. Wer sich informieren will, sieht am besten auf der Webseite seiner eigenen Stadt nach.

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