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Arbeitsvertrag Muster Minijob Haushaltshilfe

Ein Arbeitsvertrag-Muster für einen Minijob einer Haushaltshilfe sollte alle wichtigen Punkte enthalten, damit man im Zweifelsfall wirklich von allen Vorteilen der Anmeldung profitieren kann.

Der Arbeitgeber kann sich über den Arbeitsvertrag vor allem absichern und der Arbeitnehmer genießt vor allem auch Schutz der Unfallversicherung. Beide wissen, dass sie jetzt über eine gesetzlich geregelte Tätigkeit sprechen und es deswegen wesentlich weniger Diskussionen oder Probleme geben sollte.

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Muster-Vertrag

Ein Arbeitsvertrag-Muster für eine Minijob-Haushaltshilfe findet man auf der Webseite der minijob-Zentrale. Leider ist das Dokument nicht leicht zugänglich, also hier der Vertrag in seinen wichtigsten Punkten ebenfalls als Muster:

Arbeitsvertrag für geringfügig entlohnte Beschäftigte

Zwischen Herrn/Frau ______________________________ , Anschrift: _____________________________________________ - nachfolgend „Arbeitgeber“ genannt - und Herrn/Frau ______________________________, Anschrift: _____________________________________________- nachfolgend „Arbeitnehmer“ genannt -wird nachfolgender Arbeitsvertraggeschlossen:

§ 1 Beginn des Arbeitsverhältnisses

Das Arbeitsverhältnis beginnt am _______________.

§ 2 Tätigkeit (1) Der Arbeitnehmer wird als ______________________________ eingestellt und vor allem mit folgenden Arbeiten beschäftigt:_______________________________. (2) Der Arbeitgeber kann den dem Arbeitnehmer zugewiesenen Aufgabenbereich je nach den Erfordernissen ergänzenoder auch ändern. Der Anspruch des Arbeitnehmers auf die Vergütung nach Maßgabe des § 4 dieses Vertragesbleibt hiervon unberührt.

§ 3 Arbeitszeit

Die regelmäßige Arbeitszeit beträgt _______________Wochenstunden an _______________Tagen zu je _______________Stunden, und zwar jeweils am _______________, am _______________und am _______________.

§ 4 Vergütung

(1) Der Arbeitnehmer erhält eine monatliche Vergütung/einen Stundenlohn von _______________Euro.(2) Die Vergütung ist jeweils am Monatsende fällig und wird auf das vom Arbeitnehmer benannte Konto überwiesen. Geldinstitut:______________________________ Konto-Nr.: _______________Bankleitzahl: ______________________________ (3) Mit dem Gehalt sind sämtliche Ansprüche des Arbeitnehmers auf Überstunden bzw. Mehrarbeit bzw. Sonn- undFeiertagsarbeit abgegolten. Eine Vergütung solcher Zeiten findet im Übrigen nur statt, wenn dies im Einzelfall vomArbeitgeber schriftlich zugesagt worden ist.

§ 5 Sonderzuwendungen

(1) Der Arbeitgeber zahlt folgende Sonderzuwendungen (z. B. Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld) in den Monaten ______________________________in Höhe von _______________Euro.

(2) Die Gewährung von Sonderzuwendungen durch den Arbeitgeber erfolgt freiwillig. Auch die wiederholtevorbehaltslose Zahlung begründet keinen Rechtsanspruch auf Leistungsgewährung für die Zukunft. Ein Anspruchauf Zuwendungen besteht nicht für Zeiten, in denen das Arbeitsverhältnis ruht und kein Anspruch auf Arbeitsentgelt besteht. Dies gilt insbesondere für Elternzeit, Wehr- und Zivildienst und unbezahlte Freistellung. Voraussetzung für die Gewährung einer Gratifikation ist stets, dass das Arbeitsverhältnis am Auszahlungstag weder beendet nochgekündigt ist.

§ 6 Erholungsurlaub

(1) Der Arbeitnehmer hat Anspruch auf einen jährlichen Erholungsurlaub von _______________Arbeitstagen. Zeitpunkt und Dauerdes Urlaubs richten sich nach den Notwendigkeiten und Möglichkeiten unter Berücksichtigung der Wünschedes Arbeitnehmers.

(2) Im Übrigen gelten ergänzend die Bestimmungen des Bundesurlaubsgesetzes in der jeweils geltenden Fassung.

§ 7 Arbeitsverhinderung

(1) Der Arbeitnehmer verpflichtet sich, jede Arbeitsverhinderung unverzüglich - noch vor Dienstbeginn - demArbeitgeber unter Benennung der voraussichtlichen Verhinderungsdauer, ggf. telefonisch, mitzuteilen.

(2) Im Krankheitsfall hat der Arbeitnehmer unverzüglich, spätestens jedoch vor Ablauf des dritten Kalendertages, demArbeitgeber eine ärztlich erstellte Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorzulegen, aus der sich die voraussichtlicheDauer der Krankheit ergibt. Dauert die Krankheit länger an als in der ärztlich erstellten Bescheinigung angegeben,so ist der Arbeitnehmer gleichfalls zur unverzüglichen Mitteilung und Vorlage einer weiteren Bescheinigungverpflichtet.

(3) Diese Nachweispflicht gilt auch nach Ablauf der sechs Wochen. Der Arbeitgeber ist berechtigt, die Vorlage derArbeitsunfähigkeitsbescheinigung früher zu verlangen.

(4) Der Arbeitgeber zahlt im Falle einer unverschuldeten Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit für sechs Wochen dasregelmäßige Arbeitsentgelt weiter (Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall).

(5) Im Übrigen gelten für den Krankheitsfall die jeweils maßgeblichen gesetzlichen Bestimmungen.

§ 8 Verschwiegenheitspflicht

Der Arbeitnehmer hat über alle Angelegenheiten, die ihm im Rahmen oder aus Anlass seiner Tätigkeit imPrivathaushalt bekannt geworden sind oder werden auch nach seinem Ausscheiden Stillschweigen zubewahren.

§ 9 Weitere Beschäftigungen

Der Arbeitnehmer verpflichtet sich, jede Aufnahme einer weiteren Beschäftigung dem Arbeitgeber unverzüglich schriftlichmitzuteilen. Dies gilt für sämtliche Beschäftigungen, unabhängig von der Höhe des Verdienstes oder deren zeitlichemUmfang.

§ 10 Kündigungsfristen

(1) Das Arbeitsverhältnis wird auf unbestimmte Zeit eingegangen. Die ersten _______________Monate, also die Zeit bis zum______________________________, gelten als Probezeit. Während dieser Zeit kann das Arbeitsverhältnis von beiden Seitenmit einer Frist von zwei Wochen (§ 622 Abs. 3 BGB) gekündigt werden.

(2) Nach Ablauf der Probezeit gelten die gesetzlichen Kündigungsfristen.

(3) Das Recht zur fristlosen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt hiervon unberührt.

(4) Jede Kündigung hat schriftlich zu erfolgen.

(5) Der Arbeitgeber ist berechtigt, den Arbeitnehmer nach Ausspruch einer Kündigung unter Fortzahlung der Vergütungund Anrechnung auf Resturlaubsansprüche von der Arbeitsleistung freizustellen.

§ 11 Verfallklausel

(1) Sämtliche Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis sind von beiden Vertragsparteien innerhalb einer Frist von sechsMonaten nach Fälligkeit der jeweils anderen Vertragspartei schriftlich gegenüber geltend zu machen. Erfolgt dieseGeltendmachung nicht, gelten die Ansprüche als verfallen.

(2) Werden die nach Abs. (1) rechtzeitig geltend gemachten Ansprüche von der Gegenseite abgelehnt oder erklärt sichdie Gegenseite nicht innerhalb von einem Monat nach der Geltendmachung des Anspruches, so verfällt dieser,wenn er nicht innerhalb von zwei Monaten nach der Ablehnung oder dem Fristablauf gerichtlich anhängig gemachtwird.

§ 12 Vertragsänderungen

(1) Mündliche Nebenabreden sind nicht getroffen worden. Änderungen und/oder Ergänzungen dieser Vereinbarungbedürfen zu ihrer Rechtswirksamkeit der Schriftform. Dies gilt auch für ein Abweichen vom Schriftformerfordernisselbst.

(2) Sollte eine Bestimmung dieses Vertrages unwirksam sein oder werden, so wird die Wirksamkeit der übrigenBestimmungen davon nicht berührt. Anstelle der unwirksamen Bestimmung werden die Parteien eine solcheBestimmung treffen, die dem mit der unwirksamen Bestimmung beabsichtigten Zweck am nächsten kommt. Dies giltauch für die Ausfüllung eventueller Vertragslücken.

____________, den________________

_______________________(Arbeitgeber)

_______________________(Arbeitnehmer)

Vertragsänderungen

Natürlich muss man nicht das gesamte Arbeitsvertrag-Muster für eine Minijob-Haushaltshilfe übernehmen und kann verschiedene Paragraphen so ändern, dass sie besser passen oder wegfallen lassen oder ergänzen.

Beispielsweise kann es ja sein, dass überhaupt keine Sonderzahlungen vorgesehen sind, dann müssen die auch nicht im Vertrag festgelegt werden. Gesetzliche Bestimmungen müssen aber eingehalten, sodass es zum Beispiel nicht möglich ist, festzulegen, dass der Arbeitnehmr keinen Urlaub bekommt.

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