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Arbeitszeiten: Öfters mal 'ne Pause einlegen

Morgens um halb zehn ein Knoppers essen und sich genüsslich zurücklehnen – noch vor wenigen Jahren schien zumindest in der Werbung eine kleine Frühstückspause durchaus üblich zu sein. Heute wird die Arbeit meist nur noch mittags unterbrochen – wenn überhaupt.

Doch wer pausenlos auf Hochtouren durchackert, schafft zwar kurzfristig viel, entleert jedoch langfristig seine Akkus. Sinnvoller ist es, Pausen im Job auch wirklich zum Auftanken zu nutzen, anstatt jedes Mittagessen zu einem 'Businesslunch' umzufunktionieren. Der Erholungseffekt von Pausen kommt nicht nur der eigenen Gesundheit zugute, sondern beflügelt Mitarbeiter auch bei der Arbeit. Belastungstests haben gezeigt, dass regelmäßige Auszeiten den Stresspegel messbar senken und Mitarbeiter leistungsfähiger werden lassen. Auch das Risiko eines Arbeitsunfalls ist nach Angaben der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) geringer, wenn Mitarbeiter ausreichend erholt sind.

Wichtig ist, dass Beschäftigte ihre Pausen auch wirklich zum Erholen nutzen. Wer am Schreibtisch isst und nebenbei E-Mails beantwortet, hat den Sinn der ihm zustehenden Auszeit nicht verstanden. Stattdessen sollten Berufstätige versuchen zwischendurch richtig abzuschalten und den Kopf freizubekommen. Das klappt am besten, wenn man den Arbeitsplatz kurz verlässt und einen kleinen Spaziergang unternimmt. Effektiv sind auch kleinere Yoga-Übungen, Autogenes Training oder sogenannte Traumreisen, bei denen Mitarbeiter Entspannungsmusik hören und sich vorstellen, an einem besonders schönen Ort zu sein.

Mehrere kurze Auszeiten bringen im Übrigen mehr als eine lange Pause. Optimal ist es, alle anderthalb Stunden fünf bis zehn Minuten lang die Arbeit ruhen zu lassen, um dem Körper etwas Abwechslung zu verschaffen. Manchmal reicht es auch schon zwei bis drei Minuten die Augen zu schließen oder einmal aufzustehen und ein paar Schritte zu laufen. Raucher haben es da einfach, da sie für ihre Zigarettenpause meist zwangsläufig den Schreibtisch verlassen müssen. Nichtraucher könnten stattdessen in die Betriebsküche gehen, um sich einen Tee zu kochen.

Quelle: rp-online.de
Bild: Retinafunk (Flickr)

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