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Arbeitszeugnis im Gastronomie-Bereich: Wie man passende Formulierungen findet

Wenn es darum geht, ein Arbeitszeugnis in Gastronomie zu erstellen, stehen Arbeitgeber nicht selten vor einem mehr oder minder kompliziertem Problem. Grundsätzlich gelten für ein Arbeitszeugnis für ausscheidende Mitarbeiter in Gastronomie zwar die gleichen Regeln wie in jeder anderen Branche. Doch zugleich ist es so, dass branchenbedingt ein Arbeitszeugnis in Gastronomie den Arbeitgeber vor größere Herausforderungen als anderswo stellt.

Dies hat zum einen damit zu tun, dass kurzfristige Arbeitsverhältnisse in der Gastronomie Gang und Gäbe sind. Dementsprechend stehen Arbeitgeber in diesem Bereich durchschnittlich häufiger vor der Aufgabe, ein Zeugnis zu erstellen. Zum anderen ist es nicht selten so, dass in der Gastronomie ungelernte Arbeitskräfte beschäftigt werden.

Dass deren Arbeit nicht immer einwandfrei ist, liegt auf der Hand. Die große Herausforderung besteht also darin, das Arbeitszeugnis in Gastronomie zugleich wahrheitsgemäß und wohlwollend zu formulieren. Eine Auswegmöglichkeiten für Situationen, in denen ein Mitarbeiter Fehlverhalten an den Tag gelegt hat, vom Gesetz her aber dennoch ein Arbeitszeugnis bekommen muss, besteht darin, ein sogenanntes einfaches Arbeitszeugnis auszustellen.

Dabei handelt es sich um eine Bescheinigung des Arbeitgebers, in der nur die Angaben zu den Personalien, Beschäftigungsart und -dauer sowie die Aufgabengebiete zu finden ist, jedoch keine Bewertung der Tätigkeit des ausscheidenden Arbeitnehmers. In Fällen von grobem Fehlverhalten, beispielsweise Diebstahl, ist es sowohl für die Arbeitgeber als auch für die Arbeitnehmer der beste Ausweg.

Allerdings ist es so, dass der Arbeitgeber ein solches Zeugnis nicht aufzwingen darf. Wenn der Arbeitnehmer ein qualifiziertes Arbeitszeugnis in Gastronomie verlangt, muss der Arbeitgeber ein solches ausstellen. Hier kommt zu den obengenannten Angaben auch eine umfassende Bewertung der Arbeitstätigkeit.

Um schlechte Arbeitsleistung in einem solchen Zeugnis deutlich zu machen, verwenden Arbeitgeber spezielle Formulierungen, die zwar nicht negativ klingen, jedoch so gewählt sind, dass ersichtlich wird, dass die Mühen des Arbeitnehmers nicht ausreichend waren. Mit dieser sogenannten Zeugnissprache kann man auch ein Arbeitszeugnis in Gastronomie korrekt formulieren.

Quelle: getraenke-essmann.de

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