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Ausbildung Erwachsene: Betriebliche Einzelumschulung als Möglichkeit

Nicht selten ist es notwendig, dass man eine Ausbildung für Erwachsene absolviert. Es gibt durchaus viele Fälle, in denen ein Arbeitnehmer in einem Betrieb bestimmte Tätigkeiten ausübt, ohne einen entsprechenden Berufsabschluss zu haben. Dies kann insofern problematisch sein, als dass es die Chancen dieses Arbeitnehmers im Vergleich zu seinen Kollegen mit einem entsprechenden Berufsabschluss verringert.

Zum einen sind die Aussichten im Betrieb aufzusteigen deutlich schlechter, zum anderen ist die Gefahr entlassen zu werden größer. Verständlicherweise würde sich im Fall von Arbeitslosigkeit auch die Stellensuche erschweren. Doch auch ein Arbeitgeber hat durchaus ein Interesse an der Ausbildung für Erwachsene: Schließlich brauchen Unternehmer Fachkräfte, die sowohl praktisch als auch theoretisch gut vorbereitet sind.

Nun ist es so, dass das gewöhnliche Ausbildungsalter irgendwann, wenn man Mitte 20 ist, endet. Eine Ausbildung zu machen, nachdem man das 25. Lebensjahr erreicht hat, ist sowohl vom Standpunkt der Organisation als auch von dem der Motivation deutlich schwieriger. Die betriebliche Einzelumschulung bietet hier einen möglichen Ausweg.

Dabei handelt es sich um eine Weiterbildungsmaßnahme, die der Arbeitnehmer gemeinsam mit seinem Betrieb und der Bundesagentur für Arbeit organisiert. Die Bezeichnung Umschulung hat sich im allgemeinen Sprachgebrauch eingebürgert. Jedoch handelt es sich dabei strikt genommen um eine etwas kürzere Ausbildung.

Die Dauer beträgt im Normalfall zwischen 18 und 24 Monaten. Die Grundbestandteile sind die gleichen wie in einer gewöhnlichen Ausbildung. Praktische Ausbildungsbestandteile im Betrieb werden durch die Berufsschule vervollständigt. Dabei besteht die Möglichkeit, dass die Arbeitsagentur die eventuellen Mehrkosten des Arbeitnehmers sowie die Kosten des Arbeitgebers, die durch Arbeitsausfälle entstehen, vollständig oder teilweise übernimmt.

Um eine betriebliche Einzelumschulung in die Wege zu leiten, muss ein Arbeitnehmer mit seinem Betrieb eine Absprache treffen und anschließend die nötigen Formalitäten bei der Arbeitsagentur und der Industrie- und Handelskammer durchführen. Wenn alles gut läuft, kann man anschließend die Ausbildung für Erwachsene anfangen.

Quelle: suite101.de

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