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Babypause: So klappt der Wiedereinstieg

Mütter und Väter können in Deutschland bis zu drei Jahre in Elternzeit gehen. Der Arbeitgeber muss einen Arbeitsplatz garantieren und sich an den Kündigungsschutz halten.

Das hört sich auf den ersten Blick zwar sehr beruhigend an, hat jedoch einen Haken: Ein Anrecht auf den gleichen Arbeitsplatz, den man vor der Babypause hatte, besteht nicht. Im schlimmsten Fall müssen Wiedereinsteiger bei ihrer Rückkehr einige Abstriche machen. Umso wichtiger ist es daher, den beruflichen Wiedereinstieg frühzeitig zu organisieren, damit man im Job möglichst dort weitermachen kann, wo man vor der Babypause aufgehört hat. Die folgenden Tipps sorgen dafür, dass die Babypause nicht zum Karrierekiller wird.

Kontakt halten: Während der Elternzeit sollte sich der Elternteil, der zu Hause bleibt, nicht völlig von seiner Umwelt abschotten. Stattdessen sollte der Kontakt mit dem Arbeitgeber und den Kollegen aufrecht erhalten werden, z.B. durch Telefonate, in denen man sich nach Neuerungen, besonders in Bezug auf den eigenen Fachbereich, erkundigt. E-Mails und wichtige Unternehmensnachrichten sollte man sich weiterleiten lassen.

Stillstand vermeiden: Wer bis zu drei Jahre fehlt, verpasst vor allem in technischen Berufen und der IT-Branche leicht den Anschluss. Daher sollte man die Elternzeit nutzen, um seine Kenntnisse auf dem neuesten Stand zu halten. Mütter und Väter, die sich während der Elternzeit weiterbilden, haben Anspruch auf Unterhaltsgeld und Erstattung der Kosten für die Kinderbetreuung. Natürlich gehört Disziplin dazu, nach einem anstrengenden Tag abends noch zu lernen. Aber dieser Fleiß kann sich bei einem erfolgreichen Widereinstieg schnell wieder auszahlen.

Teilzeit arbeiten: Um den beruflichen Anschluss nicht zu verlieren, sollte man überlegen, ob man nicht schon vor Ablauf der drei Jahre Elternzeit wieder in den Beruf zurückkehrt. Dies kann zunächst auch in Teilzeit zwischen 15 bis 30 Wochenstunden erfolgen. Eltern haben ein Anrecht auf Teilzeit, sofern ihr Betrieb nicht weniger als 15 Mitarbeiter hat. Alternativ kann man sich bereit erklären, Krankheits- oder Urlaubsvertretungen zu übernehmen.

Betreuungsangebote organisieren: Schon während der Babypause sollte man sich um Betreuungsangebote für das Kind kümmern. Die Wartezeiten für entsprechende Plätze sind teilweise sehr lang. Falls es möglich ist, sollten auch Familienmitglieder, Freunde oder andere Mütter ins Betreuungs-Netzwerk eingespannt werden.

Loslassen lernen: Die Verantwortung für das Kind sollte man frühzeitig auch einmal an andere Menschen delegieren. Anfangs können Oma und Opa mal für einen Nachmittag aufpassen, später auch ein Babysitter. Je früher man sein Kind anderen anvertraut, desto entspannter ist man nachher im Beruf. Es bringt wenig, wenn man zurück im Job ist, aber vor lauter Sorge um das Kleine nichts auf die Reihe bekommt.

Quelle: careerbuilder.de
Bild: Gabi Menashe (Flickr)

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