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Bafög Erhöhung - aber erst 2016

Der Bafög-Satz wird 2016 erhöht - eine gute Nachricht für alle, die noch nicht studieren.

Viele Studenten könnten sich das Studium ohne Bafög oder Nebenjob nicht leisten - immerhin müssten sie das Geld als Vermögen vorab verdient haben (während der Schulzeit also) oder die Eltern müssen die rund fünf Jahre Studium finanzieren.

Das geht zwar in vielen Familien so gerade noch, wenn das Kind nicht umzieht und bei den Eltern wohnen bleibt. Das ist aber nicht der Normalfall und wer für ein Zimmer mindestens 300€, für Essen und Co 200€ und für Unibelange zusätzliches Geld im Monat ausgibt, hat mit einem Minijob noch nicht einmal diese Grundbelange gedeckt.

Deswegen gibt es das Bafög, dass all denjenigen ein Studium ermöglichen soll, die es aus finanziellen Gründen sonst nicht mal versuchen könnten. Das Geld wird zur Hälfte als Kredit gewährt, zur anderen Hälfte als Sozialleistung. Die muss nicht zurückgezahlt werden, der Rest schon.

Bafög-Erhöhung ab 2016

Jetzt soll 2016 eine Erhöhung kommen: 7 Prozent mehr, nachdem das Bafög zuletzt 2010 angepasst wurde und der Höchstsatz jetzt bei ca. 670 Euro liegt. 716 Euro sind das dann nach der Erhöhung – das wird Studenten freuen, die heute noch keine Studenten sind oder die sich im Bachelor befnden und weiter machen wollen. Denn ein Großteil wird 2016 gar nicht mehr studieren.

Oder ist nicht mehr förderungsfähig, denn wer länger als die Regelstudienzeit von 6 Semestern für das Bachelor-Studium braucht, bekommt kein Geld mehr. Außeruniversitäre Aktivitäten sind nicht gewünscht und der Job, den man benötigt, um über das Bafög hinaus (nicht jeder bekommt den vollen Höchstsatz) Geld zu verdienen, behindert oft gerade das Fortkommen im Studium.

Weil diese Situation sich auch durch die Reform wohl nicht ändern wird, fordern viele Politiker der Opposition weitergehende Reformen und stehen insbesondere auch dem Übergang des "Projekt Bafög" an den Bund kritisch gegenüber.

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