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Behinderte Menschen am Arbeitsmarkt: Integration wird gesetzlich gefördert

Die Integration behinderter Menschen in den Arbeitsmarkt wird in Deutschland gesetzlich gefördert. Arbeitgeber, die mehr als 20 Stellen haben, müssen mindestens fünf Prozent der Jobs mit Menschen besetzen, die ein Handicap haben.

Als Ausgleich für eventuell höhere Aufwendungen bei der Einrichtung eines Arbeitsplatzes für Behinderte werden die Betriebe jedoch vom Staat finanziell unterstützt und erhalten sogenannte Eingliederungszuschüsse. Diese Zuschüsse sind zeitlich befristet und können bis zu 70 Prozent des Lohnes inklusive der Beiträge für die Sozialversicherung ausmachen. Arbeitgeber, die nicht genügend behinderte Mitarbeiter einstellen, müssen eine Ausgleichsabgabe zahlen.

Der Grund, weshalb der Staat großen Wert auf die Eingliederung behinderter Menschen legt, ist die persönliche Entfaltung der Betroffenen. Da ein fester Job eine der Hauptgrundlagen für eine Lebensgestaltung in Eigenverantwortung darstellt, will der Gesetzgeber den Betroffenen mit der Förderung eine Chance auf Teilhabe an der Gesellschaft und damit auch explizit am Arbeitsleben einräumen. Doch in welchen Bereichen haben Behinderte gute Chancen, wenn nicht einmal alle Nichtbehinderten es schaffen, einen Job zu ergattern?

Grundsätzlich sind die Einsatzgebiete sehr variabel. Oft haben Menschen mit Handicaps besondere Fähigkeiten. So können blinde Menschen viel besser hören und sich hervorragend konzentrieren, so dass sie häufig in Callcentern eingesetzt werden. Gehörlose Menschen dagegen können ihre Umwelt sehr gut beobachten und sind daher prädestiniert, Maschinen zu bedienen.

Dennoch finden viele Behinderte ohne zusätzliche Hilfe keine Arbeit auf dem öffentlichen Arbeitsmarkt finden. Deshalb werden sie bei der Jobsuche von sogenannten Integrationsfachdiensten unterstützt, die es in Deutschland flächendeckend gibt. Die dort tätigen Fachleute arbeiten eng mit Arbeitsämtern und Rehabilitationsträgern zusammen, um für ihre Klienten Arbeit bei privaten und öffentlichen Arbeitgebern zu finden.

Quelle: arbeits-abc.de
Bild: Thomas Kohler (Flickr)

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