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Berlin: Hartz IV-Empfänger zahlen weniger für Sex im Freien

In Berlin bekommen Hartz IV-Empfänger einen finanziellen Vorteil, wenn sie auf Spaß im Freien stehen. Denn wer dort das ALG II empfängt und beim Sex in öffentlichen Parkanlagen oder bei sonstigen öffentlichen Ärgernissen erwischt wird, der zahlt weniger Strafe als Erwerbstätige.

In London scheint dieses Modell sehr gut anzukommen. Bürgermeister Boris Johnson, der ja eh für seine manchmal doch sehr überraschenden Aussagen bekannt ist, sagte: "Wenn man in Berlin in flagranti im Busch erwischt wird und einen Job hat, zahlt man 150 Euro Strafe, aber nur 34 Euro, wenn man arbeitslos ist. Wenn das kein Weitblick ist, weiß ich es auch nicht." Er lobt das Modell ausdrücklich.

In einem Bericht der Berliner BILD-Zeitung bestätigte die Berliner Innenverwaltung, dass Hartz IV-Empfänger tatsächlich weniger Strafe für Sex im Freien zahlen müssen. Was in Englands Hauptstadt sehr gut ankommt stößt bei der Bundesagentur für Arbeit aber auf wenig Gegenliebe.

Denn dort ist man der Meinung, dass man keine Zweiklassengesellschaft schaffen sollte. "eder ist für sein Tun verantwortlich und muss mit den Konsequenzen umgehen. Richtiges oder falsches Verhalten kann nicht klassifiziert werden in Hartz-IV-Empfänger ja oder nein", sagte eine Sprecherin der Arbeitsagentur. Im Straßenverkehr gäbe es schließlich auch einen einheitlichen Strafenkatalog.

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