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Berufsbild Hotelfachfrau/mann: Crossover durch alle Stationen eines Übernachtungsbetriebes

Arbeiten, wenn andere frei haben und nett zu Gästen sein, die nervig und nörgelig sind: Wen diese Aussichten nicht schrecken, der ist im Hotelfach gut aufgehoben. Der seit 1980 offiziell existierende Beruf ist weder eine typische Männerdomäne noch ein Frauenberuf; vielmehr sind die Beschäftigungszahlen im Hotelgewerbe relativ geschlechtsneutral.

Als Hotelfachkraft muss man mitunter kräftig anpacken können, z.B. im Service oder bei der Reinigung der Hotelzimmer – beides Stationen, die man während der dreijährigen Ausbildung durchläuft. Die Tätigkeit im Büro oder an der Rezeption ist dagegen weniger anstrengend. Abgesehen von Stoßzeiten, wenn sich eine Schlange in der Lobby bildet und man innerhalb weniger Minuten in drei verschiedene Sprachen zur Begrüßung wechseln muss.

Aber all das zeigt eins ganz deutlich: Langweilig wird es in diesem Job nie. Allerdings sollten angehende Hotelfachleute keine Selbstdarsteller mit Profilneurose sein. Vielmehr sollten sie persönlich zurücknehmen können, denn die Kundenzufriedenheit steht im Vordergrund. Das bedeutet, dass die Hotelfachfrau bzw. der Hotelfachmann dem Kunden möglichst alle Wünsche erfüllen sollte. Dieser Anspruch ist nicht immer leicht und erfordert zuweilen ein gutes Improvisationstalent. Das kann auch im Umgang mit ausländischen Gästen nicht schaden. Ohne Englischkenntnisse geht in diesem Beruf gar nichts. Gute Kenntnisse in mindestens einer weiteren Fremdsprache werden gerne gesehen.

Empfang, Küche, Restaurant, Verwaltung, Buchhaltung, Personalmanagement oder Zimmerservice – all das gehört zu den vielfältigen Aufgabenfeldern einer Hotelfachkraft. Wer eine entsprechende Ausbildung beginnt, sollte sich daher auf all diese Ausbildungsinhalte einstellen, auch wenn man sich nicht wirklich als Kellner oder Zimmermädchen sieht. Die Ausbildungsstationen erfolgen deshalb crossover, damit die Azubis gute praktische Kenntnisse in allen Bereichen sammeln können.

Bevor man sich für eine Ausbildung im Hotel entscheidet, sollte man vorher unbedingt ein Praktikum machen, um zu testen, ob einem die Aufgaben auch wirklich liegen und Spaß machen.

Quellen: dehoga.de, ulmato.de
Bild: Thomas Pompernigg (Flickr)

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