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Berufsbild Schreiner: Der Computer hat auch das Handwerk erobert

Im Zeitalter der Technik hat auch im Handwerk der Computer Einzug gehalten. Während in vielen traditionellen Berufen früher alles von Hand bewerkstelligt wurde, erledigen moderne Maschinen heute das, was der Tischler noch vor wenigen Jahren selbst gemacht hat. Und so entstehen Modellzeichnungen inzwischen mit moderner Software, während Fensterrahmen von einer Computer gesteuerten Maschine ausgeschnitten werden.

Entsprechend haben sich auch die Erwartungen an angehende Tischler und Schreiner geändert. Wer in diesem Bereich eine Lehre machen möchte, sollte über gute Noten in Mathe verfügen, kommunikativ sein sowie Interesse an kreativer Gestaltung und keine Scheu vor Technik haben. Trotz der hohen Anforderungen sind Ausbildungsplätze heiß begehrt. Nach Angaben des Fachverbandes des Tischlerhandwerks in Nordrhein-Westfalen gibt es zurzeit deutlich mehr Bewerber als Ausbildungsplätze.

Wer das Glück hatte, einen Lehrmeister zu finden, absolviert eine dreijährige Ausbildung. In dieser Zeit übt der Handwerker-Nachwuchs das Bedienen der Maschinen, das Zuschneiden und die Pflege von Holz für die Herstellung von Möbeln und Inneneinrichtungen. Grundbaustoff ist zwar fast immer Holz, doch heutzutage kommen je nach Kundenwunsch auch Elemente aus Marmor, Glas oder Metall hinzu. An der Berufsschule lernen die Azubis, welche Möbelarten es gibt und wie sie hergestellt und montiert werden. Die Ausbildungsvergütung liegt zwischen 300 und 441 Euro im ersten und zwischen 470 und 615 Euro im dritten Lehrjahr.

Nach bestandener Lehre können sich Tischlergesellen zum Fachbauleiter schulen lassen, der sich auf Baustellen um Koordinationsaufgaben und den Bauherren kümmert. Möglich sind auch Aufbaukurse zum Fertigungsplaner, der für das Planen, Zeichnen und sonstige Arbeitsvorbereitungen verantwortlich ist. Auch der Kundenberater ist ein Weiterbildungslehrgang.

Quelle: rp-online.de
Bild: Stefan Heinisch (Flickr)

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