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Berufsbild Stuntman: Draufgänger sind hier fehl am Platz

Sie sind Helden im Hintergrund – Stuntman und -woman springen dann ein, wenn es den Schauspielern zu gefährlich wird. Doch auch wenn der Beruf Stuntman erstmal nach Abenteuer klingt, sind Draufgänger hier fehl am Platz. Wir stellen das Berufsbild Stuntman vor.

Generell kommen Stuntleute dann zum Einsatz, wenn gefährliche Filmszenen gedreht werden. Wenn beispielsweise der Actionheld eine Flasche auf dem Kopf zerschlagen bekommt, mit dem Wagen über eine brennende Rampe rast, oder sich aus dem Fenster in die Tiefe stürzt, dann springen die Stuntleute ein. Doch das Berufsbild des Stuntman beschränkt sich nicht nur auf den Filmdreh – auch bei Showkämpfen und in Freizeitparks kommen Stuntleute zum Einsatz.

Auch wenn das Ergebnis oft nicht so aussieht, ist das Berufsrisiko bei Stuntman kalkuliert. Eine ausführliche Planung und Vorbereitung helfen dabei, das Verletzungsrisiko bei einem Stunt richtig einzuschätzen und für alle Beteiligten auf ein Minimum zu reduzieren.

Da es sich beim Berufsbild des Stuntman um ein sehr vielseitiges handelt, ist auch die Ausbildung zum Stuntman sehr vielseitig. Neben Klettern, Höhentraining, Akrobatik, Fall- und Sprungtechniken, gehören auch Erste Hilfe und Feuerlösch-Übungen zum Training eines Stuntman. Außerdem müssen sich die Stuntleute Schauspielkenntnisse aneignen, um nicht sofort als Double der echten Schauspieler erkannt zu werden.

Es gibt keine staatlich geregelte Ausbildung zum Stuntman, je nach Stuntschule dauert es zwischen einem und drei Jahren, bis man sich den Beruf angeeignet hat. Die Kosten für die Ausbildung, die zwischen 1000 und 2500 Euro pro Jahr liegen, müssen die angehenden Stuntleute selbst zahlen.

Quelle: zeit.de, vr-future.de
Bild: Paul Stevenson (Flickr)

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