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Bewerbung um eine Ausbildungsstelle: Auch ohne Berufserfahrung können Schulabgänger punkten

Die erste Bewerbung um eine Ausbildungsstelle ist für viele Schulabgänger eine große Herausforderung, schließlich müssen sie ohne jegliche Berufserfahrung das Interesse eines potenziellen Arbeitgebers wecken. Hauptaufgabe ist daher, seine persönlichen Talente herauszustellen, mit denen er bei einem passenden Unternehmen punkten kann.

Wer dabei jedoch aus einem Spiralblock ausgerissene Seiten, ein Foto vom letzten Sommerurlaub oder Unterlagen mit Eselsohren und Fettflecken einreicht, kann sich die Mühe gleich sparen. Unordentliche Unterlagen werden von den Personalern gleich aussortiert. Viele Möchtegern-Azubis scheitern aber auch an Grammatik- oder Rechtschreibfehlern sowie einem völlig falschen Bewerbungs-Aufbau.

Wer sich um eine Lehrstelle bewirbt, sollte sich hinsetzen und eine halbe bis dreiviertel Seite lange Motivationsseite schreiben, aus der hervorgeht, warum er sich für den jeweiligen Job interessiert, welche Talente und Hobbys er hat und was er möglicherweise neben der Schule gemacht hat. Wer sich beispielsweise um Tiere gekümmert, bei Bekannten eine Soundkarte in den Computer eingebaut oder dem Vater beim Tüfteln am Auto geholfen hat, darf das auch sagen. Solche konkreten Beispiele helfen, seinen Berufswunsch zu begründen. Noch mehr Pluspunkte sammeln Bewerber, wenn sie Praktikumserfahrung vorweisen können. Im Motivationsschreiben kann man dann von den tollen Einblicken in die Tätigkeiten und Arbeitsfelder des Jobs berichten.

Neben dem Motivationsschreiben gehört das offizielle Anschreiben zu den Bewerbungsunterlagen. Im ersten Absatz eines Anschreibens muss stehen, um welche Stelle man sich bewirbt und wann die Schule beendet sein wird. Auch Branchen- oder Firmenkenntnisse sollten nicht fehlen – selbst dann nicht, wenn diese im Motivationsschreiben ebenfalls bereits genannt werden. Im zweiten Absatz werden die eigenen Fertigkeiten, Lieblingsfächer oder Freizeitbeschäftigungen genannt, die einen Bezug zur gewünschten Lehre haben. Die persönlichen Stärken, d.h. die Softskills, kommen im 3. Abschnitt zum Zug.

Das Anschreiben wird auf weißem Papier ausgedruckt. Dazu werden die letzten beiden Schulzeugnisse, die Praktikumsbelege und natürlich ein Lebenslauf gelegt, der sorgfältig in tabellarischer Form erstellt werden muss. Sind alle Unterlagen zusammengestellt, steckt der angehende Azubi sie am besten in einen Klemmordner. Kleine Unternehmen sehen es übrigens gerne, wenn Jugendliche die Bewerbung um eine Ausbildungsstelle persönlich vorbeibringen. Auf diese Weise entsteht bereits ein erster Kontakt.

Quelle: focus.de
Bild: Jeff Kramer (Flickr)

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