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Bewerbung: Wettlauf um die begehrten Trainee-Stellen

Für immer mehr Uni-Absolventen ist eine Trainee-Stelle attraktiver als ein Direkteinstieg in ein Unternehmen. Der Grund für die Popularität dieses Berufseinstiegs: Eine Trainee-Stelle bietet die Möglichkeit, in eineinhalb bis zwei Jahren bis zu sechs verschiedene Abteilungen im In- und Ausland kennenzulernen. Zudem haben Trainees besonders gute Chancen, später in eine Führungsposition zu kommen.

Entsprechend begehrt sind solche Jobs. Um einen Trainee-Platz zu ergattern, müssen sich Bewerber einem direkten Wettkampf mit zahlreichen Konkurrenten stellen. Grundsätzlich gute Chancen haben Bewerber mit technischem oder wirtschaftswissenschaftlichem Studium, die sehr gute Noten, Industriepraktika und Auslandsaufenthalte vorweisen können. Auch hilft es ungemein, wenn man strategisch denken kann, den Überblick auch in stressigen Momenten behält und sich gut zu präsentieren weiß.

Alleine beim Bosch-Konzern haben sich in diesem Jahr Etwa 360 Hochschulabsolventen beworben, um im Einkauf oder Technischen Vertrieb Trainee zu werden. Nachdem fast 300 Kandidaten aussortiert wurden, mussten sich 63 Bewerber einem Telefoninterview stellen. Anschließend blieben 19 Männer und zehn Frauen übrig, die zum Auswahl-Workshop beim weltgrößten Automobilzulieferer und Hersteller von Gebrauchsgütern zur Zentrale nach Gerlingen nahe Stuttgart eingeladen wurden. Doch der schwierigste Teil ihrer Bewerbung lag da noch vor ihnen. Denn es galt, in kurzer Zeit diverse Aufgaben zu bearbeiten.

So mussten die Kandidaten z.B. in einer Dreiviertelstunde das Idealbild eines Bosch-Trainees entwerfen und auf möglichst kreative Weise vorstellen. Anschließend sollten zwei Fallstudien bearbeitet werden, die wiederum in einer Abschluss-Präsentation vorgestellt werden mussten. Schwierig dabei war, überflüssige Informationen herauszufiltern und wichtige, aber versteckte Daten wie Rohstoffpreise zu entdecken. Und ständig stehen die Bewerber unter permanenter Beobachtung. Alles, was sie tun oder sagen, wird festgehalten.

So wie bei Bosch läuft es bei fast Unternehmen ab, die Trainee-Stellen anbieten. Aber wer alle Hürden Meister und die Nerven behält, muss sich um seine berufliche Zukunft keine Sorgen mehr machen.

Quelle: sueddeutsche.de
Bild: sergis blog (Flickr)

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