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Bewerbungskosten: Arbeitsagentur kann helfen

Bewerbungskosten können schnell in die Höhe steigen. Vor allem für Arbeitslose, die auf jeden Euro angewiesen sind, kann dies zu einer erheblichen Belastung werden. Aus diesem Grund bietet die Bundesagentur für Arbeit eine Reihe von Zuschüssen an, die arbeitslosen Bewerbern bei der Arbeitssuche finanziell helfen.

Geregelt ist das ganze durch den §45 des SGB III. Das Sozialgesetzbuch legt unter anderem fest, dass für die entsprechenden Leistungen der Arbeitsagentur kein Rechtsanspruch besteht. Dennoch zeigen sich die Arbeitsagenturen in den meisten Fällen bereit, die anfallenden Bewerbungskosten zumindest teilweise zu übernehmen.

Ohne genaue Prüfung geht aber gar nichts. Zunächst einmal schaut die Bundesagentur für Arbeit genau hin, ob der oder die Arbeitsuchende die Bewerbungskosten nicht selbst tragen kann. Ist das nicht der Fall, erfolgt höchstwahrscheinlich ein Zusage für einen Zuschuss. Dabei gilt, dass alle Leistungen bei der Arbeitsagentur im Voraus zu beantragen sind.

Zu den Bewerbungskosten, die einer Erstattung unterliegen, gehören zum Beispiel die Bewerbungsunterlagen. Hier zahlt die Arbeitsagentur in der Regel pauschal fünf Euro pro Bewerbung bis zu einer Gesamtjahressumme von 260 Euro. Ist es so, dass das Unternehmen, das eine Stelle ausschreibt, die Reisekosten nicht übernehmen will, gibt es auch die Möglichkeit, diese Bewerbungskosten teilweise erstatten zu lassen.

In der Regel muss man dies ebenfalls im Vorfeld beantragen. Außerdem muss der potenzielle Arbeitgeber auch ein Formblatt ausfüllen, um zu bestätigen, dass es die Reisekosten nicht übernimmt. Den Zuschuss gibt es in einer Höhe von 20 Cent pro Kilometer, wobei die Höchstsumme pro Fahrt 130 Euro beträgt. Möglich ist es auch, besonders günstige Bahntickets direkt von der Arbeitsagentur zu beziehen.

Zu alldem besteht auch die Möglichkeit, die Bewerbungskosten teilweise oder ganz vor der Steuer abzusetzen. Wer beispielsweise 450 Euro ausgegeben hat und 300 Euro von den potenziellen Arbeitgebern und der Arbeitsagentur zurückerstattet bekam, kann immer noch 150 Euro an Bewerbungskosten in der Steuererklärung angeben.

Quelle: karriere-journal.monster.de

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