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Anonyme Bewerbungsverfahren - die Vor- und Nachteile

Die Meinungen zu anonymisierten Bewerbungsverfahren gehen weit auseinander - in einer Bewerbung, die ohne Namen, Herkunft, Bild oder sonstige persönliche Informationen auskommt, soll allein die Qualifikation zählen. Aber ist das die Lösung? Und kann das funktionieren? Wir nennen Ihnen je vier Vorteile und vier Nachteile:

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Fakten statt statt Floskeln

Die Persönlichkeit, die individuellen Merkmale und welche Hobbys ein Bewerber hat, spielen in einer anonyme Bewerbung keine Rolle, sie werden nicht genannt. Das ist gut, schließlich geht es um Qualifikation und Berufserfahrung.

Stärken kann man hier nicht nennen? Stimmt nicht! Ihre Hard-Skills nehmen hier den obersten Stellenwert ein.

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Soft-Skills sind auch wichtig

Die Bewerbung ist eine Art Aushängeschild und niemand punktet nur durch Hard-Skills. Manchmal sind es die vermeintlich unwichtigen Feinheiten und persönliche Hintergründe, die einen Bewerber als besonders geeignet auszeichnen oder auf für die Stelle wichtige Charaktereigenschaften hinweisen. Sie leiten ehrenamtlich den Sportverein ihres Kindes? Oder haben einen binationalen Hintergrund? Wenn solche Besonderheiten in der Bewerbung nicht ersichtlich werden, dann kann das die Einschätzung eines Bewerbers gewaltig mindern.

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Soft-Skills sind auch wichtig

Die Bewerbung ist eine Art Aushängeschild und niemand punktet nur durch Hard-Skills. Manchmal sind es die vermeintlich unwichtigen Feinheiten und persönliche Hintergründe, die einen Bewerber als besonders geeignet auszeichnen oder auf für die Stelle wichtige Charaktereigenschaften hinweisen. Sie leiten ehrenamtlich den Sportverein ihres Kindes? Oder haben einen binationalen Hintergrund? Wenn solche Besonderheiten in der Bewerbung nicht ersichtlich werden, dann kann das die Einschätzung eines Bewerbers gewaltig mindern.

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Anonymisierte Bewerbungen - kein Raum für Individualität

An der Gestaltung, Aufmachung oder dem Format einer Bewerbung kann man viel über den Bewerber ablesen: Motivation, Geschmack und Kreativität. Das alles spielt eine Rolle bei der Bewertung eines Bewerbers, schließlich soll eine Person, eingestellt werden, keine Maschine. Geben alle die selben, standardisierten Unterlagen ab, fehlen ganz wichtige Informationen zum potentiellen, zukünftigen Arbeitnehmer.

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Anonymisierte Bewerbungen - ein Plus für weniger Kreative

Sie bewerben sich auf eine Stelle, nicht auf einen Song-Contest. Ja, es soll Menschen geben, die originelle Bewerbungsvideos drehen oder besonders kreative und auffwänddige Unterlagen erstellen.

Die meisten fühlen sich durch so etwas aber total überfordert. Sie wollen einfach nur Fakten und Kenntnisse festhalten, die für den Job eine Rolle spielen. Und wer in einer Bank arbeiten will, muss kein Selbstdarsteller sein.

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Zu kompliziert und unpraktikabel

Aus Sicht von Unternehmen ist das anonyme Bewerbungsverfahren vor allem eins: Kompliziert. Theoretisch müssten Dritte zwischengeschaltet werden, um einen Bewerber überhaupt zu kontaktieren.

Was passiert mit Zeugnissen und Arbeitsnachweisen?

Der komplett anonyme Bewerber erhält zudem sensible Firmeninformationen, das Unternehmen weiß aber gar nicht, an wen es diese eigentlich heraus gibt. Was, wenn sich hinter dem anonymen Bewerber die Konkurrenz versteckt?

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Zu kompliziert und unpraktikabel

Aus Sicht von Unternehmen ist das anonyme Bewerbungsverfahren vor allem eins: Kompliziert. Theoretisch müssten Dritte zwischengeschaltet werden, um einen Bewerber überhaupt zu kontaktieren.

Was passiert mit Zeugnissen und Arbeitsnachweisen?

Der komplett anonyme Bewerber erhält zudem sensible Firmeninformationen, das Unternehmen weiß aber gar nicht, an wen es diese eigentlich heraus gibt. Was, wenn sich hinter dem anonymen Bewerber die Konkurrenz versteckt?

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Wegfall unnötiger Dokumente, Platz für die Arbeitserfahrung

Die Deutschen sind nach wie vor verrückt nach Studienabschlüssen, Zeugnissen und Nachweisen. Die Arbeitserfahrung zählt da oft viel weniger. Übertrieben gesprochen: Auch wer zehn Jahre in den USA gelebt und gearbeitet hat, spricht nur dann perfektes Englisch, wenn er ein Sprach-Zertifikat vorlegen kann.

Das anonyme Bewerbungsverfahren führt ebenso dazu, dass völlig unnötige Zettelwirtschaften und überflüssige Nachweise von den Tischen verschwinden. Kann es wirklich so wichtig sein, wie die Abitur-Note vor 15 Jahren war? Personaler können sich bei einer anonymen Bewerbung endlich auf das konzentrieren, was wirklich zählt.

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Frauenquote und Bewerber mit Migrationshintergrund

Das anonyme Bewertbungsverfahren ist so lange anonym, bis es zum Vorstellungsgespräch kommt. Dann lüftet sich das Geheimnis natürlich. Und plötzlich sitzt da der gut ausgebildete und qualifizierte Deutsch-Türke oder die Frau im gebärfähigen Alter und kann das tun, worum es geht: Von sich überzeugen.

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Frauenquote und Bewerber mit Migrationshintergrund: Keine Nachweise über Verbesserungen

Allerdings ist das anonyme Bewertbungsverfahren auch kein Garant dafür, dass tatsächlich mehr Frauen oder Migranten eingestellt werden. Im Gegenteil, neueste Studien dazu sind geradezu niederschmetternd.

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Objektivität Bewerbungsverfahren - mögliche Alternativen

Ein Bewerber ist immer eine Person - mit Hard-Skills und Soft-Skills, Berufserfahrungen und einem individuellen Lebensweg, mit eine Herkunft, Interessen und einem Geschlecht. Es macht Sinn, all das in einer Bewerbung zu berücksichtigen, um einen Eindruck der Persönlichkeit im gesamten zu bekommen. Schließlich soll eine neuer Mitarbeiter auch in das bestehende Team passen.

Allerdings kann es Sinn machen, beispielsweise Bewerbungsfotos wegzulassen, weil diese Personaler allzusehr beeinflussen könnten. Zudem könnte man ganz gezielt die Qualifikationen, Fertigkeiten und Kenntnisse testen, indem man Bewerber beispielsweise online testet. Denn der der Fokus sollte auf tatsächlichem Wissen und Können liegen - nicht auf Zeugnissen.

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Objektivität Bewerbungsverfahren - mögliche Alternativen

Ein Bewerber ist immer eine Person - mit Hard-Skills und Soft-Skills, Berufserfahrungen und einem individuellen Lebensweg, mit eine Herkunft, Interessen und einem Geschlecht. Es macht Sinn, all das in einer Bewerbung zu berücksichtigen, um einen Eindruck der Persönlichkeit im gesamten zu bekommen. Schließlich soll eine neuer Mitarbeiter auch in das bestehende Team passen.

Allerdings kann es Sinn machen, beispielsweise Bewerbungsfotos wegzulassen, weil diese Personaler allzusehr beeinflussen könnten. Zudem könnte man ganz gezielt die Qualifikationen, Fertigkeiten und Kenntnisse testen, indem man Bewerber beispielsweise online testet. Denn der der Fokus sollte auf tatsächlichem Wissen und Können liegen - nicht auf Zeugnissen.

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