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Bundesagentur für Arbeit: Aufregung um Drogentets beim Jobcenter

Drogentets beim Jobcenter - wird das jetzt wirklich Pflicht? Wer Drogentets beim Arbeitsamt wirklich machen muss und wann keine Verpflichtung besteht erfahren Sie hier.

Dass schwere Maschinen nicht von jemandem bedient werden sollten, der unter Drogeneinfluss steht, ist allgemein anerkannt. Auch alkoholisierte Busfahrer oder Sicherheitskräfte lassen viele sicher eher erschaudern. Trotzdem gab es einige Aufregung um Drogentests, die die Bundesagentur für Arbeit bestellt hatte, um Arbeitssuchende auf Drogen testen zu lassen.

Tests im Jobcenter

Die Jobcenter in Deutschland führen jährlich ca. 20 000 Drogentests durch. Diese Tests können Arbeitssuchende freiwillig machen lassen, wenn sie sich um einen Job bewerben möchten, für den besonders sicher gestellt sein soll, dass der Arbeitnehmer nicht unter Drogeneinfluss steht. Das gilt wie erwähnt beispielsweise für Busfahrer oder andere Angestellte, die verantwortungsvolle Tätigkeiten übernehmen oder schwere Maschinen bedienen sollen.

Keine Verpflichtung

Die Tests sind nicht verpflichtend und schon gar nicht auf große Überprüfungen angelegt. Die BILD-Zeitung hatte die Bestellung von 80 000 Tests so interpretiert – und sich nicht darüber informiert, dass diese Menge die Lager für 4 Jahre auffüllen soll. Während manche Unternehmen einen Drogentest vor der Einstellung verlangen (den jeder auch bei einem Arzt nach Wahl durchführen lassen kann!), gibt es sonst nur Ausnahmefälle, in denen ein Mitarbeiter des Jobcenters diesen Test einem Klienten anbieten kann.

Aufkommende Zweifel

Wenn jemand früher Drogenprobleme hatte (und diese zum Beispiel aus dem Lebenslauf ersichtlich sind) oder einen besonders unsteten Eindruck macht, kann ein Mitarbeiter des Jobcenters einen Drogentest vorschlagen. Mit diesem kann man bei der Bewerbung dann nachweisen, drogenfrei zu sein und seine Chancen auf den Job erhöhen. Wer das nicht möchte, kann den Test ablehnen oder, wie erwähnt, bei einem Arzt durchführen lassen. Dieser gibt an den Arbeitgeber grundsätzlich nur weiter, ob der Patient zur Arbeit fähig ist, oder nicht. Welche Gründe für eine Arbeitsunfähigkeit es gibt, wird nicht an den Arbeitgeber oder das Arbeitsamt weitergeleitet.

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