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Business-English: Sprachreisen sorgfältig auf Inhalte abklopfen

Ohne Englischkenntnisse kommen heute nicht mal mehr Kindergärtnerinnen aus. In vielen Berufen wird vorausgesetzt, dass die Mitarbeiter in der Lage sind, Telefonate und Schriftverkehr in flüssigem Englisch abzuwickeln. Doch die vielen spezifischen Vokabeln des 'Business English' hat man in Schule oder Studium kaum kennengelernt. Daher absolvieren Arbeitnehmer immer häufiger eine Sprachreise, um innerhalb kürzester Zeit ihre Sprachkenntnisse zu verbessern.

Doch egal ob man für die Reise selbst aufkommen muss oder als Fortbildung bezahlt bekommt: Wer es wirklich ernst meint, sollte vor der Buchung einer Sprachreise den Anbieter genau unter die Lupe nehmen und auf die Inhalte des Unterrichts achten. Denn wie eine Untersuchung der Stiftung Warentest ergab, spielen Themen aus dem Berufs- und Wirtschaftsleben in vielen Kursen eine zu geringe Rolle. Anstatt zum Beispiel das Verhandeln mit Geschäftspartnern oder das Schreiben von Briefen zu üben, müssen die Teilnehmer Gedichte interpretieren. Doch was nützt es, wenn man den Aufbau eines Skakespeare’s Sonnets kennt, aber nicht mal weiß, wie die Standard- Einleitung eines offiziellen E-Mail-Anschreibens aussehen kann?

Von acht getesteten Anbietern erhielt nur das Unternehmen Dr. Steinfels Sprachreisen die Note 'gut'. Der Testsieger gehört zu den eher teuren Anbietern. Außerdem wurde dreimal ein 'befriedigend' und viermal ein 'ausreichend' vergeben. Im Auftrag der Stiftung Warentest hatten 24 Sprachschüler an Kursen in Großbritannien, Irland, Nordamerika und Malta teilgenommen. Nicht empfehlenswert ist aus Sicht der Experten ein Englisch-Kurs für Fortgeschrittene auf der Insel Malta. Zwar ist Englisch dort Amtssprache, aber in den Gastgeberfamilien wird meist Maltesisch gesprochen. Auch die Lehrkräfte sind dort in der Regel keine Englisch-Muttersprachler.

Quelle: n-tv.de
Bild: BCC Academy of English Canada (Flickr)

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