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Checkliste für das Praktikum: So sieht ein faires Angebot aus

Die "Generation Praktikum" kennt das nur zu gut: Man wirf für einige Wochen oder Monate in einem Unternehmen als fast vollwertiger Mitarbeiter eingesetzt. Inklusive Überstunden, Stress und Leistungsdruck. Aber exklusive entsprechende Bezahlung. Oder man wird als nerviger Neuling links liegen gelassen und darf allenfalls zugucken. Beides bringt nichts. Deshalb sollte man vor Praktikums-Antritt mit Hilfe einer Checkliste ein paar Punkte abklären, damit hinter her kein böses Erwachen droht.

Grundsätzlich gilt: Nur ein faires Praktikum ist ein gutes Praktikum. Deshalb sollte der Lerneffekt im Vordergrund stehen. Nur Kaffee kochen und am Kopierer stehen bringt für beide Seiten nichts. Ein Praktikum ist erst dann ein Gewinn, wenn man einen umfassenden Einblick in die Betriebsabläufe gewinnen und sich gegen Ende der Beschäftigung eine gewisse Eigenständigkeit erarbeiten kann. Das ideale Praktikum dauert drei bis vier Monate.

Wer innerhalb dieses Zeitraums festgestellt hat, dass die entsprechende Branche auch in der Praxis für die eigene Berufslaufbahn interessant ist, hat eine wertvolle Erfahrung gemacht. Das gilt übrigens auch dann, wenn man festgestellt hat, dass dieser Job nichts für einen ist. Dann begeht man gar nicht erst den Fehler, beruflich auf das falsche Pferd zu setzen.

Wer einen vermeintlich attraktiven Praktikumsplatz gefunden hat, sollte vorab die Arbeitsbedingungen überprüfen. Die folgende Checkliste kann dabei helfen. Je mehr Fragen mit"Ja" beantwortet werden können, desto größer ist die Chance, dass es sich um ein faires Angebot handelt.

  • Der Praktikant erhält einen schriftlichen Arbeitsvertrag.
  • Der Praktikant wird eingearbeitet.
  • Der Praktikant hat einen festen Ansprechpartner (Mentor).
  • Der Praktikant hat einen klar definierten Aufgabenbereich.
  • Der Praktikant bekommt eigene Projekte zugewiesen.
  • Der Praktikant erledigt Hilfsdienste nur in Maßen.
  • Der Praktikant arbeitet maximal vier Monate in dieser Position.
  • Der Praktikant ist sozialversichert.
  • Der Praktikant bekommt ein Zeugnis.

Am besten ist, diese Punkte bereits beim Vorstellungsgespräch zu klären. Werden dabei nur ausweichende oder unklare Antworten gegeben, sollte man sich zweimal überlegen, ob man unter diesen Bedingungen tatsächlich unentgeltlich bzw. gegen nur geringe Bezahlung arbeiten möchte.

Quelle: jobscout24.de
Bild: Matt Howard (Flickr)

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