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Datenschutz am Arbeitsplatz: Was der Arbeitgeber darf und was nicht

Datenschutz am Arbeitsplatz ist ein schwieriges Thema. Die Gesetzeslage ist zwar relativ eindeutig. Doch tun sich viele Unternehmen schwer mit der Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben. Die Datenschutzskandale bei einigen großen Unternehmen sind nicht zuletzt ein Signal für diese komplizierte Situation.

Beim Datenschutz am Arbeitsplatz gilt der Grundsatz der Datensparsamkeit. Das heißt, der Arbeitgeber darf nur so viele Daten speichern, wie im Rahmen des Arbeitsverhältnisses notwendig sind. In der Regel gehören dazu der Name, die Adresse sowie die Bankdaten. Auch bestimmte Informationen in der Personalakte können dazu gehören.

Dabei gilt auch, dass die Verknüpfung von persönlichen Mitarbeiterdaten aus unterschiedlichen Quellen grundsätzlich nicht erlaubt ist. Zudem gilt für die Telefonate und die E-Mails von Arbeitnehmern das Fernmelde- beziehungsweise das Postgeheimnis. Danach sind nicht nur die Inhalte sondern auch die Telefonnummer und die E-Mail-Adressen, über die die Mitarbeiter kommunizieren, für den Arbeitgeber verbotenes Gelände.

Allerdings kann es Ausnahmen von diesen Regelungen für den Datenschutz am Arbeitsplatz geben. Dies gilt jedoch nur dann, wenn der Arbeitgeber besondere Gründe vorbringt. In der Regel ist dafür die Zustimmung des Betriebsrats notwendig. Die Gründe, die der Arbeitgeber dabei vorbringt, müssen auf jeden Fall einen Bezug zum Arbeitsverhältnis aufweisen.

Um Datenschutz am Arbeitsplatz zu gewährleisten, hat der Gesetzgeber bereits seit längerer Zeit festgelegt, dass in einem Unternehmen mit zehn oder mehr Personen, die sich mit Datenverarbeitung beschäftigen, ein Datenschutzbeauftragter bestellt werden muss. Jedoch ist es nicht selten so, dass diese Vorschrift nicht erfüllt wird.

Wenn der Arbeitgeber Videoüberwachung einführen will, muss es einen schwerwiegenden Verdacht geben, ein Beispiel wären häufige Diebstahlfälle in einer Unternehmensabteilung. Auch hier ist die Zustimmung des Betriebsrats unbedingt notwendig. Alles in allem gilt es durch den Datenschutz am Arbeitsplatz, die informationelle Selbstbestimmung der Arbeitnehmer mit dem Datenerhebungsinteresse des Arbeitgebers in Einklang zu bringen.

Quelle: karriere-journal.monster.de

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