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Der Ausbildungsvertrag: Hinweise für Ausbilder und Auszubildende

Bei Aufnahme einer Ausbildung müssen der Ausbildungsbetrieb und der Auszubildende einen entsprechenden Ausbildungsvertrag abschließen. Der Vertrag wird vor Beginn der Ausbildung vereinbart und regelt die Rechte und Pflichten der beiden Vertragsparteien ab.

Dabei gibt es eine ganze Reihe von Regeln, die beachtet werden müssen. Zunächst einmal muss der Ausbildungsbetrieb den Ausbildungsvertrag den zuständigen Stellen wie Berufskammern und Behörden des öffentlichen Dienstes vorlegen.

Diese prüfen, ob der Vertrag im Einklang mit den Regelungen in der entsprechenden Ausbildungsordnung und Berufsbildungsgesetz (BBiG) steht und tragen es in ein Verzeichnis ein, so dass im Verlauf der Berufsausbildung die notwendige Kontrolle und eventuell nötige Beratung gewährleistet werden kann.

Im BBiG finden sich auch die Mindestvoraussetzungen, die ein Ausbildungsvertrag enthalten muss. Zu diesen gehören unter anderem die Bezeichnung des Berufs, in dem die Ausbildung erfolgt, der Beginn und das Ende der Ausbildung, die tägliche Arbeitsdauer, die Dauer der Probezeit und die Höhe der Vergütung.

Außerdem sollten unter den Angaben im Ausbildungsvertrag auch Informationen zu den Ausbildungsmaßnahmen außerhalb des Betriebs, Urlaubsregelungen, Voraussetzungen für Vertragskündigung und sonstige Vorschriften erscheinen, die während der Berufsausbildung gelten.

Dagegen darf der Ausbildungsvertrag keine Passagen enthalten, die die Auszubildenden in der Ausübung ihres Berufs nach Abschluss der Ausbildung beschränken. Zusätzlich dazu bei der Unterzeichnung von einem Ausbildungsvertrag beide Vertragsparteien, bestimmte Aufgaben zu übernehmen.

Der Ausbildungsbetrieb muss bei Ausbildungsbeginn eine Ausbildungsordnung an den Auszubildenden aushändigen und verpflichtet sich dazu, ihm nur Tätigkeiten zu übertragen, die mit der Ausbildung unmittelbar zu tun haben. Außerdem muss der Ausbildungsbetrieb dem Auszubildenden die Lern- und Arbeitsmittel kostenlos zu Verfügung zu stellen.

Der Auszubildende verpflichtet sich unter anderem zur Teilnahme an vorgeschriebenen Ausbildungsmaßnahmen, Beachtung von Betriebsordnungen und Wahrung von Betriebsgeheimnissen. Dies sind einige Regelungen, die der Ausbildungsvertrag enthalten muss – sorgfältiges Vorgehen bei dessen Zusammenstellung ist auf jeden Fall zu empfehlen.

Quelle: arbeits-abc.de
Bild: ME-Arbeitgeber (Flickr)

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