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Der lange Weg zur Doktorarbeit: Mit lebenskünstlerischer Überbrückung

Ohne Fleiß kein Preis: Wer seine Doktorarbeit schreiben will, muss sich gut vorbereiten. Bevor man das erste Wort zu Papier bringt, kann leicht ein halbes Jahr vergehen.

Schritt Nr. 1 besteht natürlich in der Themenfindung. Dies will gut überlegt sein, schließlich müssen sich die Doktoranden über ein paar Jahre mit dem Thema beschäftigen. Mindestens ebenso wichtig ist die Wahl des Doktorvaters, der einen betreut. Neben fachlicher Kompetenz sollte er auch bei der finanziellen Förderung helfen. Dies kann er tun, indem er den Doktoranden beispielsweise durch Gutachten unterstützt. Um einen ersten Kontakt herzustellen, sollten Studenten am besten die Sprechstunde aufsuchen und im Idealfall bereits einen konkreten Themenvorschlag und ein ausgearbeitetes Exposé mitbringen.

Zwischen geisteswissenschaftlichen und naturwissenschaftlichen Promotionen gibt es große Unterschiede. In Fächern wie Biologie oder Medizin ist die Themensuche weniger schwierig, da die Professoren häufig Themen vorgeben, um die sich ein angehender Doktorand bewerben kann.

Sind Thema und Doktorvater gefunden, gilt es, die sogenannte 'lebenskünstlerische Überbrückung' zwischen der Finanzierung des Lebensunterhalts und der Ruhe zum Arbeiten an der Dissertation zu schaffen. Wer nebenbei jobbt, hat oft nicht genügend Zeit und Ruhe, um sich auf seine Doktorarbeit zu konzentrieren. Glück hat jeder, der ein Stipendium für seine Promotion bekommt. Sowohl staatliche als auch politische Organisationen oder Universitäten - etwa über ein Graduiertenkolleg – vergeben solche Stipendien. Formale Voraussetzungen sind jedoch häufig überdurchschnittlich gute Noten, eine möglichst kurze Studienzeit und außeruniversitäres Engagement.

Doch auch Stipendiaten haben mit Nachteilen zu kämpfen, da sie nicht sozialversichert sind und keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld oder Mutterschutz haben. Anders sieht es aus, wenn Doktoranden nebenbei eine halbe Stelle an der Universität als wissenschaftlicher Mitarbeiter ausüben. Um Job und Dissertation unter einen Hut zu bringen, ist jedoch ein gutes Zeitmanagement nötig.

Quelle: fr-online.de
Bild: Maximillian Dornseif (Flickr)

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