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Deutsche Top Manager was lernen wir aus ihren Karrieren?

Deutschland muss sich nicht verstecken. Unsere Wirtschaft läuft rund, wir gelten als stabilste Nation in Europa, können mit vielen innovativen Start-ups auftrumpfen. Deutsche Top-Manager sind sowohl daheim als auch international erfolgreich – doch wie haben sie das genau geschafft? Was hat ihre Karrieren geprägt, welche Eigenschaften bringen sie mit. Und was können wir von ihnen lernen? Im Folgenden stellen wir dafür exemplarisch fünf außergewöhnliche Karrierewege vor.

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Mit Heavy Metal an die Spitze

Martin Winterkorn ist Vorstandsvorsitzender von Porsche und VW – eine Karriere, die sich aus seinem Studienfach nicht zwangsläufig ergibt. Promoviert hat der Spitzenmanager nämlich ursprünglich in Metallkunde und Metallforschung, danach arbeitete er bei Audi in der Qualitätssicherung. Von dort führte ihn schließlich sein Weg zu Volkswagen – und bis ganz an die Spitze. Heute ist er darüber hinaus auch in den Aufsichtsräten der Infineon AG und des Fußballvereins FC Bayern München tätig.

Der Philosoph, der in einem Boot mit den ganz Großen sitzt

Überraschend ist auch der Werdegang von Michael Diekmann, der heute dem Vorstand der Allianz SE vorsitzt. Er hat Philosophie und Rechtswissenschaft studiert, um dann mehrere Jahre lang im Eigenverlag einen Kanureiseführer herauszugeben. Autor dieses Reiseführers war Michael Diekmann selbst. Von einer Assistentenstelle im Allianz-Konzern machte er daraufhin eine steile Karriere bis ganz an die Spitze – diese führe ihn zeitweilig auch nach Asien.

Der lange Lauf nach ganz vorn

Carsten Maschmeyer war der Erfolg nun wirklich nicht in die Wiege gelegt – seine Mutter war eine alleinerziehende Sekretärin. Allerdings hat er schon früh eine besondere Ausdauer bewiesen – der ehemalige Zeitsoldat war in seiner Jugend Bezirksmeister im Mittel- und Langstreckenlauf. Heute investiert Carsten Maschmeyer erfolgreich als Chef seines eigenen Unternehmens in Start-ups aus verschiedenen Branchen – darunter Biotechnologie, Healthcare und IT-Technik.

Klar sehen für den Erfolg

Nur wenige seiner Kunden würden Günther Fielmann auf der Straße erkennen – trotz Sehhilfe. Seinen Namen kennen hingegen alle – der gelernte Optiker machte mit einem neuen Konzept Karriere: Kassenmodelle ohne Zuzahlung in einem ansprechenden Design. Seine Erfolgsstory begann in den Achtzigerjahren mit dem Werbespruch „Mein Papi hat keinen Pfennig dazubezahlt“ und hält bis heute unvermindert an: Weit mehr als 500 Filialen betreibt Fielmann, in Deutschland, dazu kommen noch etwa 100 im europäischen Ausland.

Aus dem Schatten ins Licht

Richard Oetker ist hingegen in einen Familienkonzern hineingewachsen – die Schattenseiten musste er 1976 kennenlernen, als der damalige Student von Gangstern 47 Stunden als Geisel gefangen gehalten wurde und dabei schwere Verletzungen erlitt. Doch er kämpfte sich ins Leben zurück, ist heute Gesellschafter der Dr. August Oetker KG und nach dem Rückzug seines Bruders Leiter des Unternehmens.

Diekmann, Maschmeyer, Fielmann, Oetker und Winterkorn – Namen, die für Erfolg stehen. Mit Ehrgeiz, dem Mut, auch mal einen Umweg zu gehen, Durchhaltevermögen, Auslandserfahrung, Geschäftssinn und natürlich dem gewissen Quäntchen Glück, haben es diese Männer an die Spitze der deutschen Wirtschaft gebracht – packen auch Sie Ihre Karriere an und machen Sie es den Top-Managern nach!

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