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Die kuriosesten Jobbezeichnungen

Was verbirgt sich hinter abstrusen Namen? Die kuriosesten Jobbezeichnungen verstecken oft ein ziemliches Geheimnis: Hinter dem tollen Schild verbirgt sich ein Job, den es schon seit Ewigkeiten gibt, und den oft niemand haben will. Manchmal werden durch zusätzlichen Namen auch einfach nur weitere Schritte in der Beförderungskette erfunden, deswegen muss man sich mit den albernen Bezeichnungen doch auskennen.

Finanzen vs. Titel

Bekommen Leute, die die kuriosesten Jobbezeichnungen haben, auch am meisten Geld? Nein, nicht unbedingt.

Das beste Beispiel hierfür sind sogenannte "Facility Manager". Was immer man sich darunter vorstellt, vor 10 Jahren wäre es am ehesten ein grauer Kittel und wen auch immer man aus der Schule kennt gewesen. Denn hinter dem Begriff verbirgt sich einfach der Hausmeister eines Gebäudes oder einer Einrichtung. Der Name mag Sinn machen, denn natürlich managed, also regelt, der Hausmeister a facility - zu deutsch eben eine Einrichtung, aber da sich seine regelnden Tätigkeiten vor allem auf die Einrichtungsgegenstände beziehen, fühlt sich schon hier der Begriff des "Managers" etwas überdehnt an. Das gleiche Prinzip gilt auch für den oder die "Office Manager", eine Position, die auch schon extrem viel Organisationsgeschick erforderte, als sie noch mit Sekretär oder Sekretärin bezeichnet wurde.

Andere Bezeichnungen wurden wirklich nur aus dem englischen übernommen um ihre Bedeutung zu verschleiern - eine etwas alberne Taktik, wo doch heute sehr viele Leute Englisch können. Einen Angestellten also "Clerk" zu nennen macht die Position auch nicht besser, genau wie sich an einem Butterbrot nichts ändert, wenn es Sandwich genannt wird.

Zuletzt noch ein toller Begriff aus dem Neudeutschen Phantasiegewusel: "Key Account Manager" - mit anderen Worten: "Der Typ, der mit den Kunden spricht". Das klingt zwar toll, ist aber am Ende doch nur Luft.

Vorangestellte Kürzel

Und was zeichnet einen "Junior Clerk" vor einem "Clerk" aus? Naja, er wird vermutlich noch schlechter bezahlt. Dafür muss er weder jung sein, noch die Chance auf eine bessere Position haben, denn Namen sind in den meisten Gewerben zu Schall und Rauch geworden.

Das bedeutet für die Jobsuche: Bevor man sich eingeschüchtert fühlt, weil die kuriosesten Jobbezeichnungen einem nur so um die Ohren fliegen, lieber direkt nach den Einstellungsvorraussetzungen fragen - die entblößen die Stelle dann oft als das, was sie eigentlich ist.

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