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Diener zweier Herren: So wird man mehreren Chefs gerecht

Die Zeiten, in denen in Büros eine Eins-zu-Eins-Zuordnung herrschte, sind in vielen Unternehmen vorbei.Immer häufiger sind Büroangestellte für mehrere Vorgesetzte zuständig. Das kann ganz schön belastend und nervig sein. Zum Beispiel dann, wenn der eine 'HÜ' sagt, der andere aber 'HOTT'. Oder Chef 1 etwas ganz DRINGEND braucht, Chef 2 aber NOCH DRINGENDER. Dann steht man schnell zwischen den Stühlen und fühlt sich innerlich wie zerrissen. Da sich Angestellte nicht zweiteilen können, müssen sie ihren Arbeitsprozess selbstbewusst organisieren und energisch durchsetzen.

Kommunikation ist der Schlüssel zum Erfolg, wenn man mehreren Vorgesetzten gerecht werden muss. So empfiehlt es sich, regelmäßig kurze Meetings anzusetzen, in denen mit dem jeweiligen Vorgesetzten über anstehende Projekte oder dringende Aufgaben gesprochen wird. Gemeinsam sollte man den anfallenden Arbeiten dann Prioritäten geben, damit sich der Chef hinterher nicht beschweren kann, dass der Angestellte einen Auftrag falsch eingeschätzt hat.

Sollte die Prioritätenvergabe einmal zu Problemen zwischen den Vorgesetzten führen, sollten diese ihren Disput untereinander klären. Der Angestellte kann nur die Verantwortung für seine Arbeit übernehmen, ist jedoch nicht für die Beziehungsebene seiner Chefs verantwortlich. Am besten hält man sich als Mitarbeiter aus dem Spannungsfeld heraus, damit man am Ende nicht in die Falle tappt und Partei ergreift.

Ganz wichtig ist, seine Arbeit zu dokumentieren und transparent zu gestalten. Schriftliche Notizen können ggf. als Beleg für die eigene Arbeitsleistung und als Begründung für eine akute Arbeitsüberlastung herangezogen werden. Außerdem hilft es, den Überblick zu behalten, was bis wann erledigt werden muss.

Bei dieser Dokumentation ist es hilfreich, separate Ordner anzulegen, in denen Unterlagen wie Aufgabenlisten, Aktennotizen, Meeting-Protokolle, Zeit- und Urlaubspläne oder Vereinbarungen über die Zusammenarbeit gesondert abgeheftet werden. Zudem hat es sich vielfach als nützlich erwiesen, Farbe ins Spiel zu bringen: Wer den jeweiligen Chefs und den mit ihnen abgesprochenen Arbeitsvorgängen eine bestimmte Farbe zuordnet, behält besser den visuellen Überblick.

Quelle: careerbuilder.de
Bild: Tomer Gabel (Flickr)

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